Literatur

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    [Rezension] Freya und die Furchtlosen (Band 1) – Auf ins Gefecht! – Jochen Till

    Klappentext: Wikinger haben niemals Angst! Sie nennen sich „Die Furchtlosen“ und sie wollen rauben, plündern und brandschatzen, was das Zeug hält: Wikingerchef Heinar und seine verwegenen Männer. Dumm nur, dass sie sich schon beim Anblick eines kleinen Mädchens in die Hosen machen. Aber Freya hat die Nase voll von plündernden Wikingern und jagt den Furchtlosen…

  • LITL377 [Podcast] Licht in der Dunkelheit: Michael Wolffsohn über jüdische Geschichte und Hoffnung

    Im Interview spricht Michael Wolffsohn über sein Buch, das sich mit der jüdischen Identität und der Geschichte der Juden während des Dritten Reiches auseinandersetzt. Er betont, dass trotz des ernsten Themas eine zugängliche, lockere Sprache gewählt wurde, um Kinder und Jugendliche anzusprechen, ohne die Schwere der Inhalte zu verharmlosen. Wolffsohn erzählt, dass die Motivation für das Schreiben aus der Neugier seines Enkels Noah erwuchs, der mehr über Juden und die Geschichte des Nationalsozialismus wissen wollte. Diese persönliche Verbindung verleiht dem Themenkomplex eine familiäre Dimension und zeigt, dass das Gespräch über schwierige Themen in einem familiären Kontext stattfinden kann.

    Wolffsohn reflektiert über seine eigene jüdische Herkunft und die gemischte religiöse Identität seiner Familie. Er hebt hervor, dass in einer offenen Gesellschaft nicht nur Wissen über andere Religionen notwendig sei, sondern auch die Akzeptanz der Andersartigkeit. Er verknüpft seine Ansichten mit einem Zitat von Walter Dirks, dass der Andere anders ist, jedoch auch einem ähnlichen Menschsein angehört. Diese Einsicht erachtet er als fundamental für das Verständnis und die Koexistenz zwischen verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen.

    Im Verlauf des Gesprächs wird das schwierige Verhältnis zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Gesellschaft angesprochen. Wolffsohn thematisiert die ständigen Herausforderungen, die Juden und andere Minderheiten in historischer sowie gegenwärtiger Zeit erfahren. Besonders betont er die Gleichwertigkeit und Wichtigkeit der großen Religionen, die sich mit grundlegenden Menschheitsfragen auseinandersetzen. Der Austausch über Religion wird als essenziell für das Verständnis und die Toleranz in der Gesellschaft gesehen.

    Wolffsohn erzählt Anekdoten über seine Familie, darunter die beeindruckende Figur seiner katholischen Lehrerin, die bereits frühzeitig die Gefahren des Nationalsozialismus erkannte und ihre jüdischen Schülerinnen warnte. Er bringt die Zuhörer dazu, die Komplexität der menschlichen Erfahrungen zu verstehen, die oft zwischen Licht und Dunkelheit angesiedelt sind. Des Weiteren reflektiert er über die Bedeutung der Präsenz von Juden in der deutschen Kultur und deren untrennbare Verbindung zur deutschen Geschichte.

    Auf die Frage nach der gegenwärtigen politischen Situation, insbesondere der Rückkehr nationalistischer Strömungen und dem Einfluss des militanten Islams, äußert Wolffsohn seine Besorgnis über die Gefahren, die sowohl Menschen jüdischen Glaubens als auch der Gesellschaft insgesamt drohen. Er warnt davor, zwischen verschiedenen Extremismen zu unterscheiden, da diese Kräfte oftmals in ihren Vorurteilen und Feindseligkeiten einander bedingen.

    Das Gespräch schließt mit der Bemerkung Wolffsohns, dass er den Lesern seines Buches eine positive Botschaft mitgeben möchte: In der Dunkelheit gibt es immer noch Licht. Er ermutigt dazu, die menschlichen Ähnlichkeiten und die Vielfalt des Lebens zu erkennen, um Toleranz und Verständnis zu fördern. Wolffsohn wünscht sich, dass das Buch die jüngere Generation inspiriert und zum Dialog anregt.

  • LITL376 [Podcast-Interview] mit Julia Amalia Heyer über das Buch : Frankreich zwischen Le Pen und Macron

    Die französische Parteienlandschaft hat sich verändert. Die Parteichefin des Front National, Marine Le Pen, stand in der Stichwahl um die Präsidentschaft. Die Partei hat sich professionalisiert. 2017 tritt Le Pen gegen Emmanuel Macron an: zwei Kandidaten, jenseits der etablierten Parteien. So etwas gab es noch nie in der Geschichte der Fünften Republik, in der nach dieser Wahl nichts mehr ist, wie es vorher war. Zäsur oder Neubeginn? Wie hat der Front es geschafft, so viele Wähler, auch Akademiker und Besserverdienende, von sich zu überzeugen? Wie hat die Strategie der »Entteufelung« funktioniert? Wer außer Marine Le Pen hat großen Einfluss in der Partei?

  • LITL375 [Podcast] Rezension: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint – Bernhard Blöchl

    Er will nichts mehr vom Leben – sie will alles. Knoppke sucht Ruhe – Sam sucht Gesellschaft. Gemeinsam verschlägt es das ungleiche Duo in Knoppkes Transit nach Schottland, sein Motto: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint. Was aber, wenn dich gerade dort das Glück verfolgt, das sonst nur die anderen haben? Das Glück der anderen ist ein Arschloch, so dachte Knoppke früher, nachdem er um seine große Liebe nicht gekämpft hatte. Zu seinen vergrabenen Gefühlen findet er ausgerechnet in den stürmischen Highlands zurück: Er traut sich Extremes und will wieder was. Und dann ist da noch Sams Geheimnis, das anscheinend auch ihn betrifft, oder vielleicht doch nicht?