Societäts-Verlag

  • LITL822 [Buchrezension] Genuss in Frankfurt: 101 Orte, die mehr als nur Essen bieten

    In dieser Besprechung geht es um das Buch „101 Genussorte in Frankfurt“ von Bernd Buchterkirch und Julia Söhngen. Vorgestellt wird die Idee, in Frankfurt und Umgebung Orte des Genusses zu sammeln, die nicht nur mit Essen zu tun haben, sondern auch Kultur, Ausflüge, Wellness und besondere Einkaufserlebnisse einschließen. Der Text betont, dass der Begriff „Genuss“…

  • LITL783 [Buchrezension] Wie „Gießen zu Fuß“ meine Sicht auf die Heimatstadt verändert hat

    In dieser Episode besprechen wir das Buch „Gießen zu Fuß“ von Norbert Schmidt und Marc Schäfer, welches einen neuen Blick auf die Stadt Gießen und ihre verborgenen Schätze vermittelt. Als Einheimischer teile ich meine Gedanken über die Lieblingsorte und Geschichten, die in diesem Werk vorgestellt werden, und wecke ein Bewusstsein für die sich ständig wandelnde Stadt, die sowohl von Universität als auch von Handel geprägt ist.

    Die Autoren, die in Gießen leben und die Stadt gut kennen, bieten mit ihrer Rezension eine Einladung, Gießen aus einer anderen Perspektive zu erleben. Statt einer negativen Stadtkritik, wie sie der berühmte Georg Büchner einst geäußert hat, schildern sie die lebendigen Stadtteile und ruhigen Wohngebiete, die man auf Spaziergängen entdecken kann. Diese Spaziergänge sind sowohl für neue Gäste als auch für alteingesessene Bürger gedacht, um verborgene Schönheiten zu entdecken, die möglicherweise übersehen wurden.

    Ich reflektiere meine persönlichen Erfahrungen und wie das Buch mich dazu gebracht hat, meine eigene Wahrnehmung von Gießen zu hinterfragen. Dabei beleuchte ich sowohl bekannte Orte wie die Bonifatius-Kirche und den Botanischen Garten, als auch weniger beachtete Orte wie ein modernes Wohnhaus mit integrierter Reithalle oder die faszinierende Streetart-Galerie. Trotz meiner jahrelangen Erkundungen der Stadt gab es viele Überraschungen und neue Einsichten, die mir durch die Lektüre des Buches eröffnet wurden.

    Im Gespräch geht es auch um die Bedeutung von Büchern wie „Gießen zu Fuß“, die uns helfen, die Schönheit und Vielfalt unserer Umgebung besser wahrzunehmen. Denn jede Stadt hat ihre eigenen Perlen, die entdeckt werden wollen. Ich ermutige jeden, dieses Buch zu lesen und Gießen mit neuen Augen zu sehen, um die verborgenen Facetten und Geschichten der Stadt zu erleben. Mit der Vorstellung, dass selbst ich als ortsansässiger Gießener noch viel zu entdecken habe, wird deutlich, dass dieses Buch für Einheimische und Studierende gleichermaßen von Wert ist.

  • LITL759 [Podcast] Fußball, Flucht und falsche Fährten: Eine Rezension zu Mara Pfeiffers Vergiftete Hoffnung

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension von „Vergiftete Hoffnung“, einem packenden Kriminalroman von Mara Pfeiffer. Die Geschichte beginnt mit dem Überraschungsauftritt von 05-Profi Finn Ringer bei Jo Zinn, die zunächst wenig begeistert ist – nicht zuletzt aufgrund der tragischen Ereignisse, die sie in Verbindung zu Finn bringen. Der Plot entfaltet sich als Finn die journalistische Neugierde von Jo weckt, als er von Ugonna Okorie erzählt, einem jugendlichen Flüchtling, der in der U19 des FSV Mainz 05 spielt.

    Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Finn mit Dopingvorwürfen konfrontiert wird, die sich mysteriös umgeben, und Jo sich einem intensiven Rechercheprozess widmet. Diese Recherche wird zu einer Flucht aus ihren eigenen persönlichen Schwierigkeiten, die sie ablenken sollten: Probleme mit ihrem Freund Hans, die Entscheidung, mit ihm zusammenzuziehen, und Konflikte mit Luca und seinem Vater Tom über das Sorgerecht. Mit jeder Seite wird Jo klarer, dass die Geschichte um Ugonna nicht nur professionell, sondern auch tief mit ihrem eigenen Leben verwoben ist, und die ersehnte Ruhe scheint in immer weitere Ferne zu rücken.

    Mara Pfeiffer überzeugt mit einer prägnanten Sprache und einer kurzweiligen Erzählweise, die sowohl durch ausgeklügelte Dialoge als auch durch spannende Wendungen besticht. Die Intrigen und der Mut der Charaktere erzeugen eine Dramatik, die den Leser in den Bann zieht, und bilden eine spannende Hommage an die Stadt Mainz und den Verein FSV Mainz 05. Die gut strukturierten Charaktere, einschließlich der komplexen Beziehung zwischen Joe, ihrem Liebesleben und den Problemen, die sie als alleinerziehende Mutter meistert, tragen zur Tiefe der Geschichte bei.

    Während ich dem Verlauf der Handlung folge, wird mir immer deutlicher, dass Mara Pfeiffer ein Gespür für realistische Charaktere und deren Beziehungsdynamiken hat. Ihr Protagonist Jo Zinn, der als Journalistin arbeitet, ist durch ihre Herausforderungen, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, greifbar und nachvollziehbar. Die Verbindung von Fiktion und Realität wird besonders spürbar durch die Nennung bekannter Namen und Bezüge zur Region.

    Ich stelle schließlich in Frage, ob ein Kriminalroman tatsächlich immer einen Mord beinhalten muss. Vielleicht hätte ich mir ein wenig mehr Fokus auf die Herausforderungen von finde Flüchtlingen in der Gesellschaft gewünscht, insbesondere in Bezug auf Ugonna Okorie. Doch trotz meiner Anmerkungen über den Wunsch nach umfassenderer Kriminalität bleibt der Roman durchweg fesselnd. Ich bin gespannt, was Mara Pfeiffer in zukünftigen Romanen noch bereithält, und halte Ausschau nach weiteren Geschichten über Mainz 05. Die Leser dürfen sich auf unterhaltsame Momente und tiefgehende Denkanstöße freuen, und selbst wenn man mit Mainz 05 nicht viel anfangen kann, bietet das Buch genügend Reiz, um es zu lesen und die Stadt besser kennenzulernen. „Vergiftete Hoffnung“ ist im Societäts-Verlag erschienen und kann in jeder Buchhandlung für 9,99 Euro bestellt werden.

  • LITL604 [Podcast] Interview mit Bernd Hallmann über das Buch: Die Lahn Erradeln

    Markus Eggert und Bernd Hallmann tauschen in ihrem Gespräch über das Buch „Die Lahn erradeln“ aus, das Bernd Hallmann als Reaktion auf die Bitte des Societäts-Verlag verfasst hat, über regionale Themen zu schreiben, die ihn persönlich ansprechen. Die Wahl fiel auf die Lahn aufgrund von Herrn Hallmanns Beziehung zu diesem Fluss, der durch Markus‘ Heimatstadt Gießen verläuft. Die Diskussion konzentriert sich auf die verkannte Schönheit und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Lahnradweges.

    Sie vertiefen sich in die Bedeutung der kleinen Etappen im Buch, die die vielfältigen Attraktionen entlang des Flusses hervorheben. Bernd Hallmann betont die Wichtigkeit, sich Zeit zu nehmen, um die kulturellen und historischen Schätze entlang der Lahn zu entdecken. Die Gespräche drehen sich um Städte wie Marburg, Wetzlar und Gießen, die entlang des Radweges liegen und jeweils mit ihrem eigenen Charme beeindrucken.

    Die Veränderungen im Stadtbild sowie Investitionen in die Attraktivität entlang der Lahn sind ebenfalls Thema zwischen Markus Eggert und Bernd Hallmann. Beide teilen ihre Begeisterung für versteckte Schätze wie die „Wichtelhäuser“, die vielleicht nicht jedem bekannt sind, aber dennoch entdeckenswert. Die Erzählungen reichen von persönlichen Erlebnissen während Radtouren entlang der Lahn bis hin zu Lobeshymnen auf die Landschaft und kulturelle Vielfalt entlang des Weges.

    Das Gespräch nimmt uns mit auf eine Reise entlang der Lahn, die uns als Entdeckungsreise voller Überraschungen präsentiert. Wir erhalten Empfehlungen für magische Orte wie die Wichtelhäuser in Brungershausen und erfahren von Lahntauchern, die zur nachhaltigen Reinigung der Lahn beitragen. Die persönlichen Begegnungen mit Einheimischen führen uns zu verborgenen Schätzen wie dem Hofladen in Ruttershausen, der hochwertige Produkte mit unvergleichlichem Geschmack bietet.

    Die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten entlang der Lahn, von historischen Burgen bis zu Kristallhöhlen, fasziniert uns und regt uns dazu an, jeden Ort zu besuchen und zu würdigen. Markus Eggert und Bernd Hallmann betonen die Einzigartigkeit und Schönheit jeder Begegnung entlang des Lahnradweges und fordern dazu auf, die Region mit offenen Augen neu zu entdecken.