Literatur

  • LITL768 [Podcast] Eva-Isabel Schmid: ‚Paracelsus – Auf der Suche nach der unsterblichen Seele‘ – Ein historischer Thriller zwischen Wissenschaft und Ketzerei

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension des Buches „Paracelsus – Auf der Suche nach der unsterblichen Seele“, geschrieben von Eva-Isabel Schmid. Wir begeben uns in das Basel des Spätsommers, eine Stadt an der Schwelle zur Renaissance, wo der junge Medizinstudent Paracelsus zusammen mit seinem Freund Kasper eine Sondergenehmigung von der katholischen Kirche erhält, um Leichensektionen durchzuführen. Ihr Ziel: den wissenschaftlichen Beweis der Existenz der menschlichen Seele.

    Die spannende Erzählung nimmt eine dramatische Wendung, als ein neuer Bischof an die Macht gelangt und die beiden Freunde der Ketzerei beschuldigt werden. Ihre ehrgeizige Forschung wird verboten und während Kasper sich der Medizin widmet, zieht es den unerschütterlichen Paracelsus in die Welt des Okkultismus. Die Handlung entfaltet sich zwischen Inquisition, politischen Intrigen und einem aufkommenden Bürgerkrieg, was die Freundschaft der beiden Protagonisten auf eine harte Probe stellt.

    Das Buch zeichnet das Bild eines weiterdenkenden Arztes, der über die Grenzen seiner Zeit hinausblickt. Mit jeder Seite wird klarer, dass Paracelsus nicht bloß ein Heiler, sondern ein Visionär war. Das setting in Basel, zu einer Zeit des Umbruchs, liefert den perfekten Hintergrund für ihre Suche nach der menschlichen Seele, die zugleich von der katholischen Kirche als hochriskant angesehen wird. Der Dekan Jakob Göttisheim spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da er die beiden schützt, aufgrund seiner persönlichen Verbindung zu Paracelsus und Kasper.

    Besondere Spannung entsteht durch die Begegnungen von Paracelsus mit okkulten Figuren, die den Kontakt zu einem Wesen namens Astaroth herzustellen versuchen. Dies geschieht in gruseligen Settings, gezeichnet von Beschwörungsriten, die eine unheimliche Atmosphäre schaffen. Die Erzählung wird weiter angereichert durch die Konflikte mit dem neuen Fürstbischof, der seine eigene Agenda verfolgt und die Inquisition zu seinen Gunsten nutzt.

    Mit einer Vielzahl von Charakteren, von schillernden Persönlichkeiten bis hin zu schurkischen Figuren, bietet das Buch eine dichte Handlung voller Atmosphäre. Die liebevollen Details über das spätere Mittelalter in Basel, die Zünfte, den Adel und die Anfänge der Reformation beleben die Seiten. Besonders hervorzuheben ist die Liebesgeschichte, inszeniert durch Margarete und den gedemütigten Adeligen.

    Schließlich kommt das Buch zu einem spannenden Cliffhanger, der den Wunsch nach einer Fortsetzung weckt. Eva-Isabel Schmidt zeichnet mit ihrem ersten Werk ein kraftvolles Bild der Zeit und zieht den Leser in eine faszinierende Welt, in der wissenschaftliche Neugier und das Streben nach Erkenntnis auf tief verwurzelte religiöse Überzeugungen treffen. „Paracelsus – Auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ ist ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für historische Erzählungen und medizinische Themen begeistern. Erhältlich beim Pieper Verlag, ist dieses Werk eine Gedichtsammlung, die in jeder Buchhandlung als E-Book zum Preis von 7,99 Euro erhältlich ist.

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    [Rezension] Europas Resilienz für Frieden, Freiheit und Wohlstand – Stephan Werhahn

    Gemeinsam stark: Europas Weg zu Sicherheit, Solidarität und globaler Handlungsfähigkeit

    Klappentext: Europe can be done! Diese Aufbruchsstimmung möchte Stephan Werhahn verbreiten. Dazu braucht es ­Kooperation und Co-Creation auf globaler, europäischer, nationaler und regionaler ­Ebene – im Mittelpunkt: ein vereintes Europa. Denn Frieden, Freiheit und Wohlstand für Deutschland und Europa lassen sich effizient nur im Kontext ­gesamteuropäischen und globalen Denkens und Handelns gewährleisten. Und dazu ist…

  • LITL766 [Podcast] Jeff Kinneys Halt mal die Luft an! – Eine Reise zwischen Lachen und Katastrophen

    In dieser Episode bespreche ich das Buch „Halt mal die Luft an!“ von Jeff Kinney, das Teil der beliebten Reihe rund um Greg Heffley ist. Ich gehe auf die Handlung des 15. Tagebuchs ein und erörtere, wie Gregs Familienurlaub im Wohnmobil sowohl für ihn als auch für seine Familie zu einem unvergesslichen Abenteuer wird. Während der Tour quer durchs Land treffen sie auf die unterschiedlichsten Herausforderungen und skurrilen Begegnungen, die das Urlaubserlebnis prägen.

    Das Buch beginnt in einem beengten Keller, in dem Gregs Familie aufgrund von Renovierungsarbeiten untergebracht ist. Ich reflektiere darüber, wie die Corona-Pandemie und das vermehrte Homeoffice den Familienalltag prägen und verdeutliche die Spannung, die entsteht, wenn unterschiedliche Urlaubspläne aufeinanderprallen. Insbesondere die Anreise mit dem Wohnmobil, das ursprünglich die Idee von Onkel Gary war, führt zu unerwarteten Erlebnissen, die sowohl lustig als auch herausfordernd sind.

    Auf den knapp 220 Seiten erlebe ich mit Greg und seiner Familie jede Menge Abenteuer, vom Schwimmen in einem Fischteich bis zu einem Besuch in einem Abenteuerpark. Ich beschreibe, wie die Begegnungen mit einem Bären im Nationalpark und einem Stinktier im Campingpark Gregs Vorstellung von einem perfekten Urlaub gehörig auf den Kopf stellen. Diese humorvollen und spannenden Momente zeigen, dass der Familienurlaub im Wohnmobil alles andere als paradiesisch ist.

    Ich teile meine persönlichen Eindrücke von Greg, den ich bisher nur aus der Sicht von Rupert kannte. Die Entdeckung seiner charakterlichen Facetten macht diese Rezension besonders spannend für mich. Greg ist nicht nur ein Aufschneider, sondern auch ein ganz normaler Junge, der es versteht, über sich selbst zu lachen, was mir viel Freude beim Lesen bereitet hat. Gerade die Kombination aus Übertreibung und echtem Herzen macht ihn zu einer nachvollziehbaren Figur.

    Im Abschluss des Gesprächs betone ich, wie Jeff Kinney es schafft, Kinder mit seinen Geschichten zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Ich lade die Zuhörer ein, sich selbst in Gregs Welt zu verlieren und das Abenteuer „Halt mal die Luft an!“ zu genießen. Dieses Buch eignet sich hervorragend für Kinder ab 10 Jahren und bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch wertvolle Lebenslektionen in einer humorvollen Verpackung.

  • LITL765 [Podcast] Gemeinsam durch den Winter: Wie Unsere kleine Höhle von Celine Claire und Qin Leng Werte vermittelt

    In dieser Episode widmen wir uns dem Kinderbuch „Unsere kleine Höhle“, geschrieben von Celine Claire und illustriert von Quinn Leng. Wir beginnen mit der Übersetzung des Klappentextes aus dem Französischen durch Oliver Elon Schulz und tauchen dann in die zauberhafte Geschichte ein. Die Erzählung spielt im Wald, wo ein unerwarteter Schneesturm aufzieht und die Tiere aktiv damit beschäftigt sind, ihre Behausungen und Vorräte zu sichern. Im Wirbel des Schnees begegnen wir zwei unterschiedlichen Charakteren: einem großen und einem kleinen Bären, die verzweifelt nach einem Unterschlupf suchen, nur um überall abgewiesen zu werden. Schließlich zeigt ein kleiner Fuchs Mitgefühl und bietet den Bären Brüdern etwas Wärme und Trost.

    Im Anschluss an die Vorstellung des Buches teile ich meine persönliche Rezension. Da wir uns in der herbstlichen und vorweihnachtlichen Zeit befinden, ist dies die perfekte Gelegenheit, um über Kinderbücher, Tasse Tee und Gemütlichkeit nachzudenken. In herbstlichen Farben erzählt „Unsere kleine Höhle“ die Geschichte der verschiedenen Waldbewohner, die lernen, was es bedeutet, sich gegenseitig zu helfen. Diese warmherzige Erzählung spricht nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen an und bringt uns zum Nachdenken über Themen wie Gemeinschaft und das Teilen von Wärme in schwierigen Zeiten.

    Ich betone, wie sehr ich es schätze, wenn Eltern oder Großeltern ihren Kindern dieses Buch vorlesen. Es weckt Emotionen und verbindet die Generationen. Ich bin überzeugt, dass die Geschichte auch bei den kleinen Zuhörern Anklang finden wird. Mit viel Gefühl und Hingabe hat Quinn Leng die Illustrationen geschaffen, die die zarten Tiere und die stimmungsvolle Atmosphäre der Erzählung lebendig werden lassen. Ich würde mir wünschen, noch mehr Bücher von Celine Claire und der talentierten Illustratorin zu entdecken, denn das innere Kind in mir bleibt immer präsent und sehnt sich danach, solche Geschichten zu erleben.

    „Unsere kleine Höhle“ ist für Kinder ab drei Jahren geeignet und bietet eine wunderbare Möglichkeit, die Bedeutung von Freundschaft und Hilfsbereitschaft zu vermitteln. Das Buch ist im Handel erhältlich und für einen Preis von 9 Euro zugänglich.