Episoden

  • LITL525 [Podcast] Rezension: Grandhotel Angst - Emma Garnier

    In diesem Podcast besprechen wir das Buch „Grand Hotel Angst“ von Emma Garnier. Die Geschichte spielt im Jahr 1899 in Italien und handelt von Nell und Oliver, die ihre Flitterwochen im luxuriösen Grand-Hotel Angst an der Riviera verbringen. Nell ist fasziniert von der Schönheit des Hotels und der Aussicht auf das Meer. Doch als ein Hotelgast stirbt, stößt Nell auf eine Geschichte von Schuld und Verrat und gerät selbst unter Verdacht, ein Verbrechen begangen zu haben.

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich schon lange davon gehört habe. Die Autoren haben es geschafft, das Grand Hotel in meinem Kopf zum Leben zu erwecken. Langsam tauche ich in die Geschichte ein und bekomme ein Gefühl für den Fluch, der auf dem Hotel lastet. Doch ist es wirklich der Fluch, der Nells Ehe bedroht, oder liegt es an mangelnder Ehrlichkeit in ihrer Beziehung? Die Figuren in dem Buch sind vielschichtig und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die das Buch interessant machen. Die Autorin schafft mit kleinen Details eine tolle Atmosphäre und es gibt eine Mischung aus Liebe, Drama und überraschenden Enthüllungen. Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe und kann es definitiv weiterempfehlen. Es ist immer noch als E-Book erhältlich.

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  • LITL524 [Podcast] Rezension: Hessen zuerst - Dietrich Faber

    Flüchtlingskrise ergeben. Das Buch wird als komisch und gleichzeitig ernsthaft beschrieben. Der Rezensent kennt den Autor persönlich und erwähnt, dass er das Buch gerade rechtzeitig zur aktuellen politischen Lage gelesen hat. Er betont die Aktualität des Themas und die Parallelen zur realen Situation mit der AfD.

    Obwohl das Buch im Dialekt geschrieben ist, stellt es für den Rezensenten kein Problem dar, da er selbst aus Hessen stammt. Er lobt die humorvollen Charaktere des Buches, kritisiert jedoch die Handlung im letzten Drittel. Der Autor schafft es laut des Rezensenten, ernste Themen auf amüsante Weise anzugehen und die Taktiken der Populisten deutlich zu beschreiben. Der Rezensent findet dies wichtig und weist darauf hin, dass man dadurch zum Nachdenken angeregt wird.

    Das Buch wurde 2018 im Rowohlt Verlag veröffentlicht und ist für 10 Euro erhältlich.

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  • LITL523 [Autorenlesung-Podcast] Im Westen war die Sonnenseite - Siegfried Burghardt

    In dieser Folge meiner Lesung aus dem Buch „Im Westen war die Sonnenseite. Flucht zwischen zwei Fronten“ erzähle ich von meinen Erlebnissen als 11- bis 14-Jähriger während des Zweiten Weltkriegs. Meine Mutter und meine vier Geschwister flohen vor den russischen Truppen aus Masuren, da unser Vater an der Front vermisst wurde. Wir konnten uns durch Flüchtlingstransporte vor den sowjetischen Soldaten schützen, mussten aber dennoch die Schrecken des Krieges hautnah miterleben.

    Die Flucht erfolgte in drei Etappen, mit Zwischenstopps in Pommern, Kolberg und Berlin-Brandenburg. Während dieser Zeit musste ich die Hühner töten, um Fleisch einzukochen, was mir sehr schwerfiel. Unsere Reise war für mich keine Umzug, sondern eine Fahrt ins Ungewisse. In Kolberg wurden wir Zeugen der schrecklichen Katastrophe der Versenkung des Schiffs „Wilhelm Gustloff“, bei der über 9.000 Menschen ertranken.

    Aufgrund der drohenden Gefahr durch die russischen Truppen entschied meine Mutter, weiter in Richtung Westen zu fliehen. Durch die Hilfe meiner Tante aus Berlin gelangten wir nach Brandenburg, wo wir vorerst Unterkunft fanden. Anfang März hatten wir schließlich die Möglichkeit, weiter nach Hannover zu reisen, da wir dort Verwandte hatten. Doch bei unserer Ankunft ereignete sich ein Luftangriff der Alliierten, der uns daran erinnerte, dass der Krieg noch nicht vorbei war.

    Nach diesem schrecklichen Ereignis wurden wir in einem überfüllten Bunker untergebracht, wo wir unter schwierigen Bedingungen kaum schlafen konnten. Als wir endlich frische Luft atmen konnten und zur Bahnhofshalle zurückkehrten, stieg die Vorfreude auf das Ende unserer Odyssee.

    Schließlich erreichten wir die Kahlenberger Mühle, wo wir vorübergehend in einer kleinen, heilen Welt der Natur Zuflucht fanden. Doch uns war bewusst, dass wir uns noch immer im Krieg befanden und die Westfront überstehen mussten.

    Und dann kamen die Alliierten in den hannoverschen Raum, auch zu uns in der Mühle. Die Begegnung mit den englischen Soldaten war freundlich und friedlich, sie schenkten uns sogar Schokolade und Kekse. Diese Begegnung verstärkte meine Hoffnung auf Frieden.

    Später hatte ich noch zwei weitere unvergessliche Begegnungen mit alliierten Soldaten, bei denen ich Süßigkeiten bekam. Diese Momente fühlten sich seltsam an, denn ich befand mich immer noch mitten im Krieg auf der Sonnenseite.

    Ich erzähle auch von meiner Arbeit als Obstpflücker auf der Kallenberger Mühle, bei der mein Bruder und ich gutes Geld verdienen konnten. Wir genossen die süßen Früchte und durften uns zudem immer eine Portion mitnehmen.

    Trotz einiger widersprüchlicher Anweisungen und alkoholisierter Zustände des Gärtners konnten wir unsere Arbeit gut erledigen und sogar Zwetschgenmus kochen.

    Während unserer Flucht waren wir zum Glück nicht mit grausamen Taten konfrontiert, und diese Erfahrungen haben kaum traumatische Spuren bei mir hinterlassen. Stattdessen haben sie mir geholfen, Anpassungsstrategien zu entwickeln und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

    Mit einer positiven Aufbruchsstimmung und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft verfolge ich weiterhin meine Ziele und träume von den schönen Seiten des Lebens.

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  • LITL522 [Podcast-Oper] Rigoletto im Stadttheater Gießen zu Gast

    Heute haben wir eine Opernkritik über Rigoletto im Stadttheater Gießen. Ich war mit einer Freundin dort, die noch nie im Stadttheater oder in einer Oper war. Ich war ein wenig nervös, ob es ihr gefallen würde, aber sie war vom Theater begeistert. Die Einleitung war ausführlich, aber etwas zu lang. Ein Vertretungssänger hat sich gut in das Ensemble eingefügt und die Vorstellung wurde nicht verschoben. Der Herzog von Mantua wurde gut gesungen, aber einige fanden ihn etwas unterkühlt. Der Bariton Grga Peroš war beeindruckend, obwohl er vor kurzem seine Stimme verloren hatte. Die Gilda, Annika Gerhards, hatte eine beeindruckende Stimme und Ausdruck. Der Opernchor und das philharmonische Orchester waren großartig. Die Kostüme und das Bühnenbild waren schön und detailreich. Die Regie von Amy Stebens war sehr gut. Das Stadttheater Gießen kann Opern wirklich gut darbieten. Meine Freundin war begeistert und konnte nicht fassen, wie Menschen so etwas auf die Bühne bringen können. Ich bin auch beeindruckt von dem heutigen Abend.

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