Verlage A-K

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    [Rezension] Ich nannte ihn Krawatte – Milena Michiko Flašar

    „Ist es Zufall oder eine Entscheidung?“ – Eine poetische Reise in das Herz zweier Außenseiter.

    Klappentext: Ist es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Nach und nach erzählen sie einander ihr Leben und setzen behutsam wieder einen Fuß auf die Erde. Nur wenige sorgfältig gewählte Worte benötigt Milena Michiko Flašar, um ihre Figuren zum…

  • LITL775 [Buchrezension] Wie der kleine Stern auf die Welt kam – Ein magischer Zugang zum Wunder des Lebens von Thomas Meyer

    In dieser Episode werfen wir einen detaillierten Blick auf das Kinderbuch „Wie der kleine Stern auf die Welt kam“, verfasst von Thomas Meyer und illustriert von Mehrdad Zaeri. Das Buch öffnet mit einem poetischen Klappentext, der die Vorstellungskraft anregt: Der Himmel ist voller Sterne, die darauf warten, zur Erde zu fliegen und einem Menschenkind zuteil zu werden. Unser Protagonist, ein kleiner Stern, hat jedoch lange genug gewartet – ganze eine Million Jahre. Endlich findet er die idealen Eltern, doch die beiden scheinen nicht zueinander zu finden. Zum Glück hat seine beste Freundin, die weise Eule, einen kreativen Plan.

    Ich teile meine persönliche Rezension zu diesem bezaubernden Kinderbuch und dazu, wie es auf einfache und verständliche Weise das komplexe Thema der Entstehung des Lebens erklärt. Als Eltern möchte man seinen Kindern kindgerecht vermitteln, woher Kinder kommen, und ich finde, dieses Buch bietet einen angenehmen Zugang. Die Beziehung zwischen dem kleinen Stern und der Eule bringt eine herzliche Dimension in die Erzählung, die sowohl Kinder als auch Eltern anspricht.

    Das Buch erzählt die Geschichte, wie die Eltern des kleinen Sterns zueinanderfinden, was sehr berührend ist. Die Art und Weise, wie das Thema der Fruchtbarkeit behandelt wird, empfinde ich als mutig und gut durchdacht. Dieser Erzählstil ist nicht nur kinderfreundlich, sondern nimmt auch Kindern möglicherweise die Angst vor einem neuen Geschwisterchen, indem er Unsicherheiten anspricht. Die liebevollen und warmen Illustrationen von Mehrdad Zaeri ergänzen die Geschichte von Thomas Meyer perfekt und verleihen dem Buch eine visuelle Anziehungskraft.

    „Wie der kleine Stern auf die Welt kam“ wurde im Jahr 2020 veröffentlicht und richtet sich an Kinder ab vier Jahren, wie vom Diogenes Verlag empfohlen. Mit einem Preis von 18 Euro ist es eine erschwingliche Wahl, die fast überall erhältlich ist. Diese Episode lädt dazu ein, sich mit einem Buch auseinanderzusetzen, das auf fantasievolle Weise erklärt, woher Kinder kommen, und somit eine wertvolle Ergänzung für jede Kinderbuchbibliothek darstellt.

  • LITL774 [Buchrezension] Ein Anruf um Leben und Tod: „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension zu „Der Heimweg“, einem packenden Thriller von Sebastian Fitzek. Der Klappentext lässt bereits erahnen, dass es sich um eine Geschichte handelt, die die Nerven bis zum Äußersten strapaziert: „Wer das Datum seines Todes kennt, hat mit dem Sterben schon begonnen.“ Der Plot beginnt an einem Samstagabend, als Jules Tannberg, ein ehrenamtlicher Helfer des Heimwegtelefonservices, einen Anruf von einer verängstigten jungen Frau namens Clara erhält. Clara ist furchtbar aufgebracht, da sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der in der Vergangenheit schon einmal versucht hat, sie zu überfallen und ihr Todestag naht.

    Fitzek gelingt es, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Zuhörer in die Geschehnisse hineinziehen lassen. Während Jules versucht, Clara zu beruhigen und ihr beizustehen, wird auch er mit seinen eigenen traumatischen Erfahrungen konfrontiert. Die Parallelen zwischen ihrem Leben und seiner eigenen, insbesondere die Verbindungen zu seiner Frau, die sich das Leben genommen hat, intensivieren die ohnehin schon spannungsreiche Handlung. Inmitten dieser Telefonat-Situationen zeigt Fitzek, wie schmal der Grat zwischen Hilfe und Ohnmacht ist, während Clara in ihrer verzweifelten Lage um existenzielle Unterstützung kämpft.

    Ein zentrales Thema des Buches ist die Psychologie von Angst und Trauma, und Fitzek geht in seinen Beschreibungen so tief, dass es für viele Leser schmerzhaft nah wird. Während des Lesens fragt man sich oft, wie realistisch die Situation ist und warum Clara trotz ihrer Stärke in ihrem Leben in einer so unterwürfigen Beziehung verbleibt. Diese Fragen reflektieren nicht nur die Komplexität der menschlichen Psyche, sondern werfen auch einen Blick auf gesellschaftliche Probleme wie häusliche Gewalt und das Stigma, welches Frauen oft entmutigt, Hilfe zu suchen.

    Der Autor hat mit „Der Heimweg“ ein Werk geschaffen, das nicht nur durch seine spannende Handlung fesselt, sondern auch tief in die emotionalen Abgründe der Charaktere eintaucht. Es fordert einen dazu auf, in die eigene Psyche zu blicken und sich den eigenen Ängsten zu stellen. Die Erzählung ist nichts für Zartbesaitete, denn Fitzeks Schreibstil lässt einen intensiv mitfiebern und stellt sicher, dass man bis zur letzten Seite gebannt bleibt. Wer sich diesem Thriller widmet, wird nicht nur mit einer mitreißenden Spannung belohnt, sondern auch mit einem Gefühl der Dringlichkeit, das Heimwegtelefon unter Umständen in der realen Welt tatsächlich zu nutzen – eine wertvolle Ressource, die Fitzek mit seiner Geschichte ins Rampenlicht rückt.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass „Der Heimweg“ ein bemerkenswerter Thriller ist, der sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2020 ist immer noch in jeder Buchhandlung erhältlich und hat ihren Preis von 12,99 Euro mehr als verdient. Die intensive Handlung in Kombination mit der psychologischen Tiefe steht für Fitzeks besondere Fähigkeit, seine Leser in den Bann zu ziehen, und macht deutlich, warum sein Werk auch mehrere Jahre nach der Veröffentlichung weiterhin relevant und bedeutend ist.

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    [Rezension] Mauerpogo – Sonja M. Schultz

    Als die Musik gefährlicher war als Bomben

    Klappentext: Ein Buch wie ein Aufbruch, eine Liebeserklärung an das Laute, Wilde und wunderbar Kaputte Ein Roman, der beim Lesen in den Händen vibriert Eisenwerda, 1982. Jo ist vierzehn, steht kurz vor der Jugendweihe, der fürchterlich biedere Rock liegt schon bereit. Da fällt ihr das Foto einer jungen Londonerin in die Hände, das sie elektrisiert:…