Ein Sommernachtstraum

[Theater] Emotionen im Zauberwald: Brittens „Sommernachtstraum“ im Stadttheater Gießen

Ein Sommernachtstraum

Oper von Benjamin Britten | Text von Benjamin Britten und Peter Pears nach William Shakespeare

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am 11.02.2023 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Zwischen Traum und Wirklichkeit: Mit Benjamin Brittens Oper „Ein Sommernachtstraum“ ist eine der bedeutendsten Vertonungen eines Shakespeare-Stoffs im Stadttheater Gießen zu erleben. Die Inszenierung von Magdalena Fuchsberger verspricht jede Menge subversive Verwirrung im Zauberwald, mit einem spielfreudigen Ensemble, Kinderchorsolist:innen, dem Kinder- und Jugendchor sowie dem Philharmonischen Orchester Gießen. Die Musikalische Leitung hat GMD Andreas Schüller. Premiere ist am Samstag, dem 11. Februar 2023 um 19.30 Uhr.

Im Zauberwald herrscht das zerstrittene Elfenkönigspaar Tytania und Oberon. Ein Dämon stiftet Verwirrung, Blumen vermögen wundersame Dinge. Eine Gruppe Handwerker möchte eine „höchst traurige Komödie“ proben. Und dann finden sich auch noch vier junge Menschen in dieser magischen Welt wieder, die einander lieben und hassen, sich verteufeln und begehren. Dieser Zauberwald ist ein Ort des Unbewussten, der Anarchie und des Chaos und verwandelt jede:n, wie die Theaterbühne selbst, auf der das Ganze spielt. Doch wer wird hier eigentlich durch wen verwandelt und wer bleibt in Wahrheit doch, wie er ist? Mit „Ein Sommernachtstraum“ wandte sich der britische Komponist Benjamin Britten 1959 der berühmten Komödie von William Shakespeare zu, der man nicht nur Urkomisches, sondern auch Urmenschliches abgewinnen kann und die zudem den Zauber des Theaters heraufbeschwört. Der auf drei Akte gekürzte Originaltext von Shakespeare wird dabei weitgehend beibehalten.

„Was sind die Menschen doch für Narren!“ findet der Kobold Puck. Von diesem Credo lässt sich Regisseurin Magdalena Fuchsberger inspirieren und inszeniert einen wilden, emotionalen Trip, bei dem die irrationalen Zustände zwischen Traum und Wirklichkeit tonangebend sind. Das Spiel im Spiel betont die Theaterbühne als heiligen Ort der Verzauberung, auf dem auch Amoralisches passieren kann, während der Puck überall und nirgends zugegen ist. Ausstatterin Monika Biegler hält die Szene in einer dunklen Grundstimmung, bewegliche Schnürvorhänge sorgen für eine Fokussierung auf die Bühne als Ort der Verwandlung, wo Imagination und Vorstellungskraft auch mit Glitter, Nebel, Seifenblasen und Discokugeln Einzug halten. Die beiden Liebespaare wandeln in identischen Hosenanzügen als Narren der Liebe durch den Zauberwald. Tytania und Oberon erscheinen als toxisches Paar im 80er-Glitter-Schick, fantasiebegabt auch in Grausamkeiten, die Handwerker treten als Materialisten auf, die nur an das glauben, was sie sehen und anfassen können. Alle sechs Sänger:innen aus dem Ensemble des Stadttheaters sind in diesem quirligen Reigen zu erleben, der Kinder- und Jugendchor des Stadttheaters singt unter Leitung von Martin Gärtner.

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Premiere am 11.02.2023 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Musikalische Leitung: Andreas Schüller | Inszenierung: Magdalena Fuchsberger | Bühne & Kostüme: Monika Biegler | Kinderchorleitung: Martin Gärtner | Dramaturgie: Christian Förnzler

Mit:

Meili Li (Oberon), Annika Gerhards (Tytania), Leo Jang (Theseus), Sora Winkler (Hippolyta), Johannes Strauß (Lysander), Nikolaus Nitzsche (Demetrius), Jana Marković (Hermia), Julia Araújo (Helena), Grga Peroš (Bottom), Clarke Ruth (Quince), Edward Lee (Flute), Tim-Lukas Reuter (Snug), Shawn Mlynek (Snout), Tomi Wendt (Starveling)

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