Interviews

Podcast Interview

Interviews auf Literaturlounge.eu bieten eine tiefere Verbindung zwischen Lesern und Autoren. Sie ermöglichen es den Lesern, die Menschen hinter den Büchern kennenzulernen, und bieten den Autoren eine Plattform, um ihre Geschichten und Erfahrungen zu teilen. Diese Interviews sind eine großartige Möglichkeit, die literarische Gemeinschaft zu stärken und zu inspirieren.

  • LITL008 [Podcast-Interview] mit Jessica Guaia über das Buch: Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte

    In diesem Interview spricht Herr Eggert von Literaturlounge.eu mit Jessica Guaia über ihr Buch „Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte“. Jessica Guaia erzählt, wie ihre persönliche Erfahrung in einem Restaurant und die Nostalgie nach diesem besonderen Ort sie dazu inspiriert haben, die Geschichte zu schreiben. Sie reflektiert über die Familienverhältnisse, die sie im Plott darstellt, und spricht über den inneren Drang, Geschichten zu erzählen, die sie selbst erlebt hat, auch wenn sie anfangs zögerte, dies zu tun.

    Das Gespräch geht weiter zur LiteraturLounge, die Herr Eggert seit 2001 betreibt, und wir erfahren, dass dieses Projekt für ihn eine Herzensangelegenheit ist. Seine Leidenschaft für das Schreiben und die Vermittlung von Literatur wird deutlich, als er die Entwicklung der Literaturlounge skizziert, die sich im Laufe der Jahre verändert und etabliert hat.

    Ein bemerkenswerter Punkt in der Unterhaltung ist das Cover des Buches, das provozierte Reaktionen hervorruft. Jessica Guaia diskutiert, wie dieser spezielle Humor, der auch in ihrem Buch vorkommt, sowohl gefällt als auch abstoßend wirken kann. Sie gibt zu, dass diese Übertreibungen und der Umgang mit kontroversen Themen Teil des Erzählansatzes sind, um das Gefühl der damaligen Zeit einzufangen.

    Jessica geht auch auf die sprachlichen Besonderheiten ihrer Charaktere ein, insbesondere die Verwendung des Schwäbischen. Für sie ist es wichtig, dass die Figuren authentisch sprechen, um ihre Identität und Herkunft zu reflektieren. Die Herausforderungen beim Schreiben in Dialekt und die Verständlichkeit für verschiedene Leser werden diskutiert. Das Gespräch über den Dialekt wirft einen Blick in Jessicas eigene Kindheit, wo Schwäbisch im Alltag präsent war.

    Ein zentrales Thema der Diskussion sind die verschiedenen Charaktere in der Trattoria. Jessica Guaia beschreibt, wie sie durch realistische Perspektiven und persönliche Erfahrungen inspiriert wurden. Figuren wie Toni, der Lieblingsfigur im Restaurant, werden als Symbole von Gastfreundschaft und familiärer Wärme dargestellt. Die Erzählweise spiegelt ihre Wurzeln wider und verleiht den Charakteren Tiefe, indem sie durch ihre unterschiedlichen Herkunftsgeschichten und kulturellen Einflüsse beleuchtet werden.

    Die politische Dimension des Buches wird ebenfalls angesprochen, insbesondere durch die Figur der Mutter, die einen starken Sinn für Gerechtigkeit und eine politische Einstellung zeigt. Jessicas Betrachtung der amerikanischen Präsenz in Deutschland und ihre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima wird dabei ebenfalls thematisiert. Sie reflektiert die persönlichen Geschichten, die die größeren politischen und sozialen Fragen des Lebens in einem multikulturellen Umfeld widerspiegeln.

    Im Verlauf des Interviews wird auch die Zusammenarbeit mit ihrer Agentur und dem Penguin Verlag besprochen. Jessica Guaia hebt hervor, wie wichtig diese Unterstützung für ihre Entwicklung als Autorin war. Die Rolle des Lektorats und die Feedbackprozesse werden hervorgehoben und verdeutlichen, dass trotz des kreativen Prozesses auch externe Perspektiven unerlässlich sind, um ein Buch zu verfeinern.

    Das Interview schließt mit der Hoffnung von Jessica, dass Leser sich auf die Welt ihrer Trattoria einlassen und bereit sind, sich mit den Themen und Charakteren auseinanderzusetzen. Sie ermutigt dazu, das Buch mit einem offenen Geist zu lesen und interaktiv zu reflektieren, was es für die eigene Erfahrung und das Verständnis von Familiengeschichte bedeutet.

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  • LITL007 [Podcast] Von Träumen zur Wirklichkeit: Die Entstehung von 'Rosalein Schmetterschwein' mit Steffi Hahn

    Im Interview spricht Frau Hahn über die Entstehung ihres Kinderbuchs „Rosalein Schmetterschwein“ und die besonderen Umstände, die dazu führten. Die Idee basiert auf einer langen persönlichen Geschichte, die 2005 begann, als sie in ihrem Heimatdorf am Bodensee wohnte und den Wunsch hatte, ein Minischwein als Haustier zu halten. Trotz ihrer anfänglichen Begeisterung und der passenden Umgebung musste sie aufgrund der Bedenken ihres Vermieters und ihrer eigenen Verantwortungsüberlegungen letztendlich auf diesen Wunsch verzichten. Diese frühe Erfahrung mit Schweinen legte den Grundstein für die Entwicklung ihrer Geschichte, die zunächst unter dem Titel „Rosali die Schmettersau“ gestartet wurde und schließlich in „Rosalein Schmetterschwein“ umbenannt wurde.

    Bezüglich der Wahl des Titelcharakters erklärt Frau Hahn, dass die Kombination aus Schwein und Schmetterling zwar ungewöhnlich sei, aber für sie eine ansprechende Symbolik trage. Die Beziehung zwischen Rosalein und dem Schmetterling Bo ist zentral für die Geschichte, da dieser Bo ihre Träume unterstützt und sie ermutigt, an sich selbst zu glauben und ihre Traumerfüllung zu verfolgen. Trotz der Herausforderungen, die Rosalein aufgrund ihrer Wünsche erfährt, steht die Ermutigung und die Kraft der Freundschaft im Vordergrund. Frau Hahn unterstreicht, dass es nicht nur um das Verfolgen von Träumen geht, sondern auch um die Unterstützung, die Freundschaften bieten, insbesondere in schwierigen Zeiten.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt, der im Gespräch thematisiert wird, ist das Thema Ausgrenzung. Zunächst war es nicht beabsichtigt, dieses Thema in den Mittelpunkt zu stellen. Stattdessen wollte Frau Hahn den Mut und die Entschlossenheit, die eigenen Träume zu verfolgen, in den Vordergrund rücken. Dennoch spielt die Ausgrenzung, die Rosalein erfährt, eine Rolle in der Geschichte und verdeutlicht, wie wichtig es ist, mit Unterstützung von Freunden seine Träume trotz Widrigkeiten weiterzuverfolgen.

    Die Auswahl der Illustratorin Wiebke Rauers wird ebenfalls thematisiert. Frau Hahn spricht darüber, wie entscheidend es ist, eine passende künstlerische Partnerin zu finden, die ihre Vision versteht und teilt. Die beiden Frauen fanden schnell zueinander und entwickelten eine wunderbare Zusammenarbeit, die sich auch im Kontakt mit dem Fischer Sauerländer Verlag als erfolgreich erwies. Sie spricht über die besondere Harmonie bei der Zusammenarbeit, die es den beiden erlaube, gemeinsam ihre Ideen zu verwirklichen und ein hochwertiges Produkt zu schaffen.

    Hahn reflektiert über die Bedeutung von Bilderbüchern im Allgemeinen. Sie hebt hervor, dass Bilderbücher eine einzigartige Art des Erzählens bieten, die die Vorstellungskraft anregt und den Kindern ermöglicht, eigene Geschichten und Interpretationen zu entwickeln. Ein besonderes Erlebnis war für sie, als sie Feedback von einer Leserin erhielt, deren Kind sich nach dem Ende des Buches Gedanken über die Zukunft von Rosalein machte.

    Die Autorin erzählt auch von den Emotionen, die sie beim ersten Halten ihres veröffentlichten Buches empfand, nachdem der gesamte kreative Prozess und die Zusammenarbeit in die Realität umgesetzt wurden. Zum Abschluss des Interviews hebt sie die wertvolle Rolle von gedruckten Büchern im digitalen Zeitalter hervor und stärkt die Überzeugung, dass Bücher in ihrem physischen Format weiterhin einen wichtigen Platz im Leben von Kindern und Eltern haben werden. Sie betrachtet ihre Arbeit an „Rosalein Schmetterschwein“ und anderen Projekten als eine Möglichkeit, Kinder zu inspirieren und positive Werte zu vermitteln, während sie gleichzeitig die Freude am Lesen fördert.

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  • LITL005 [Podcast] "Wie ein Buch das Leben veränderte": Eine Podcast-Rezension zu "Tonspur" von Olaf Hintze und Susanne Krones

    In dieser Episode beschäftigen wir uns intensiv mit dem Buch „Tonspur. Wie ich die Welt von gestern verließ“ von Olaf Hintze und Susanne Krones. Die zentrale Thematik dreht sich um das Konzept der Freiheit und wie man erst dann wirklich begreift, was einem fehlt, wenn man sie nicht hat. Olaf Hintze beschreibt seine Erlebnisse und Herausforderungen, die er als junger Mann in der DDR durchlebt hat. Im Alter von 25 Jahren traf er die mutige Entscheidung, sein Heimatland zu verlassen, was zu seiner Zeit noch mit erheblichem Risiko und Lebensgefahr verbunden war.

    Wir beleuchten die Träume und Hoffnungen, die im Sommer 1989 in überfüllten Campingplätzen in Ungarn und in den bundesdeutschen Botschaften gehuscht wurden. Diese Träume spiegeln das Verlangen nach Freiheit wider und markieren einen Wendepunkt in der deutsch-deutschen Geschichte. Besonders eindrucksvoll zeigt Hintzes Erzählung, welchen Einfluss Popmusik in dieser Zeit hatte, und wie ein einzelnes Buch die Kraft besaß, sein ganzes Leben zu transformieren.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt des Gesprächs ist, wie Hintze aufgrund seines Nonkonformismus gegenüber dem Regime von der Verfolgung seiner akademischen Ziele abgehalten wurde. Wir hören von den Herausforderungen, denen er sich gegenübersah, da er kein SED-Mitglied war und die damit verbundenen Schwierigkeiten, die das Regime ihm auferlegte. Susanne Krones teilt ebenfalls wichtige Einblicke in die Literatur der DDR, erzählt von der Zensur und Kreisläufen in denen Menschen gezwungen waren, Bücher abzuschreiben, um Zugang zu ihren Lieblingsautoren zu erhalten.

    Die Rolle der Musik wird immer wieder hervorgehoben, da sie Hintze in schwierigen Zeiten Halt gab. Jedes Kapitel des Buches ist von einem bestimmten Song inspiriert, der als emotionaler Anker und Verbindung zu diesen Erinnerungen dient. Die Erzählung regt die Zuhörenden dazu an, über die Ängste und den Mut der Menschen nachzudenken, die kurz vor dem Fall der Mauer riskante Fluchten unternahmen – eine bemerkenswerte Reflexion über den menschlichen Geist und die Sehnsucht nach Freiheit.

    Zudem wird die Wichtigkeit des Buches als zeitgeschichtliches Dokument unterstrichen. Es bietet einen tiefen Einblick in das Leben eines Bürgers der DDR und die ständig hinterfragte Realität dieser Zeit. Wir fassen zusammen, dass „Tonspur“ nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene von bedeutendem Wert ist, um unsere eigene Geschichte und die Lehren daraus zu begreifen und festzuhalten. Es ist ein eindringliches Werk, das nicht in Vergessenheit geraten sollte. Am Ende rufen wir dazu auf, das Buch zu lesen und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um auch künftigen Generationen die Bedeutung dieser Erlebnisse zu vermitteln.

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