Verlage H

  • LITL782 [Interview] Vom Kinderzimmer in den eigenen Verlag: Wie Sohn Simon zum kreativen Kopf von „Hase Hollywood“ wurde

    In diesem Interview, das von Markus Eggert geführt wurde, stehen Stefan Rasch und Anja Abicht im Mittelpunkt, die über die Entstehung ihres Kinderbuchs „Hase Hollywood und das Geheimnis des Drachenlandes“ und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen. Das Gespräch beginnt mit der Diskussion über die Zusammenarbeit mit dem eigenen Kind, Simon Rasch, das eine entscheidende Rolle in der kreativen Entwicklung des Buches spielte. Stefan betont, dass Simon nicht nur die Zielgruppe, sondern auch ein kreativer Mitgestalter des Projekts war. Es wird deutlich, dass die Geschichte sowie die Illustrationen ständig von Simons Feedback beeinflusst wurden, was die Bedeutung der kindlichen Perspektive herausstellt.

    Stefan reflektiert über seine eigenen Kindheitserinnerungen und die Freude am Vorlesen, die ihn dazu motivierte, selbst die Rolle des Vorlesers für Simon zu übernehmen. Er erzählt, dass Simon jedoch oft kein Interesse an herkömmlichen Kinderbüchern hatte, was die Idee inspiriert hat, ein eigenes Buch zu schreiben, das die Herzen von Kindern wie ihm erreichen könnte. Gemeinsam mit Anja entwickelten sie die Figuren und die Handlung in einem spielerischen Ansatz, bei dem Simon oft aktiv mitwirkte. Die Beiden diskutieren darüber, wie wichtig es war, Figuren zu schaffen, die Kindern ansprechend und zugänglich sind, und das dies oft bedeutete, dass sie humorvolle oder leicht verrückte Eigenschaften an den Charakteren entwickelten, um das Interesse von Simon zu wecken.

    Im weiteren Verlauf des Gesprächs thematisieren sie den Illustrationsstil des Buches. Anja erläutert, warum sie sich für Aquarelltechniken entschieden hat, die im Vergleich zu digitalen Illustrationen eine gewisse Unvollkommenheit und Wärme vermitteln. Sie räumen ein, dass die Herstellung der Bilder ein langwieriger Prozess war, bei dem sie verschiedene Ansätze ausprobierten, um den richtigen Stil zu finden. Die Imperfektion der Illustrationen wird als Vorteil angesehen, da sie einen charmanten Kontrast zu den glatten AI-generierten Inhalten bietet, die heutzutage populär sind.

    Stefan und Anja sprechen auch über die Entscheidung, einen eigenen Verlag zu gründen, was ursprünglich aus einer Mischung aus Neugier und einer gewissen Naivität geschah. Sie betonen, dass sie nicht nur daran interessiert sind, ihre eigenen Bücher zu veröffentlichen, sondern auch anderen Autoren eine Plattform bieten möchten, um ihre Geschichten zu erzählen. Es wird klar, dass sie mit viel Hingabe und Perfektionismus arbeiten, jedoch auch die Herausforderungen des Verlagswesens und die Belastungen, die damit einhergehen, anerkennen.

    Das Interview bringt auch die Freude und den direkten Kontakt zu den jungen Lesern zur Sprache, die durch Lesungen und Fanbriefe verstärkt wird. Stefan und Anja sind überrascht von der positiven Resonanz der Kinder auf ihr Buch. Kinderbuchautorenschaft wird als eine verantwortungsvolle, aber auch sehr lohnende Aufgabe dargestellt, wobei die beiden Notwendigkeit verstehen, authentische und liebevoll gestaltete Geschichten zu kreieren.

    Abschließend diskutieren sie über die Themen des Buches und wie wichtig es ist, dass die Geschichten auch für die nächste Generation von Bedeutung sind. Markiert durch die Erlebnisse der Kindheit und den unmittelbaren Kontakt mit jungen Lesern, betonen sie die Leidenschaft, die in den kreativen Prozess eingeflossen ist, und die Hoffnung, dass das Buch bleibende Erinnerungen schafft, die zukünftigen Generationen vermittelt werden.

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    Mit Hase Hollywood per Lokomotiven-Dampfschiff-Rennauto ins Drachenland.

    Klappentext: Hase Hollywood und das Geheimnis des Drachenlandes: Ein illustrierter Abenteuerroman zum Vorlesen oder selbst Entdecken für Kinder von 4 bis 9 Jahren. Der schüchterne Hase Hollywood und seine Freunde betreiben ein kleines Gasthaus in einer einsamen Bucht am Ende der Welt. Eines Tages taucht ein gefürchteter Piratenkapitän bei ihnen auf und vergisst doch glatt…

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  • LITL740 [Podcast] Zu viel und nie genug – Mary L. Trump über Macht, Trauma und Donald Trump

    In dieser Episode bespreche ich das Buch „Zu viel und nie genug“ von Mary L. Trump, das auch den Untertitel „Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf“ trägt. Mary Trump, die Nichte von Donald Trump und promovierte klinische Psychologin, bietet uns einen tiefen Einblick in die komplexe und oft dunkle Familiengeschichte des ehemaligen US-Präsidenten. Durch intime Details und persönliche Erlebnisse erläutert sie, wie die Familie Trump eine Atmosphäre schuf, die Donald in der formenden Phase seines Lebens prägte und ihn letztlich zu einer Bedrohung für das globale Wohlergehen machte.

    Im Verlauf meiner Rezension thematisiere ich die harte Dynamik innerhalb der Trump-Familie, die durch Macht und Geld geprägt ist. Marys Beschreibung ihrer Kindheit zeigt ein Bild von Kälte und emotionaler Distanz, in der Empathie und echte menschliche Verbindung keinen Platz hatten. Besonders eindringlich schildert sie, wie ihr Onkel Donald das Verhalten seines Vaters Fred Trump beobachtete und sich immer mehr in die Fußstapfen des „Machertypus“ begab, während sein empathischer Bruder Freddy unter dem Druck der patriarchalen Erwartungen zerbrach.

    Ein zentrales Thema des Buches ist die Rolle von Marys Eltern und ihrer Erziehung. Mary beschreibt, wie die Familie mit Druck und Erwartungen umgeht, und wie sich dies auf die Psyche der Familienmitglieder auswirkt. Auch die schwierige Beziehung zwischen Donald Trump und seinem Bruder Freddy wird genauer beleuchtet: Freddy wird als der intelligentere unter den Brüdern beschrieben, jedoch von ihrem Vater als nicht geeignet angesehen. Diese ständige Ablehnung und der Druck, der auf Freddy lastet, führten zu tragischen Folgen in seinem Leben und erhellen zugleich die Wurzeln von Donalds Verhalten und aufstrebender Karriere.

    Ich reflektiere über die erschreckenden Aussagen, die Mary über ihre Familie macht, darunter die Kälte der Eltern, die oft mit finanziellen und sozialen Bewertungsmaßstäben auf ihre Kinder blickten. Dies wirft ein Schatten auf die Ideale, die in einer Familie vermittelt werden sollten und zeigt auf, wie toxische Beziehungen zu einem Produkt von Macht und Vernachlässigung führen können. Die emotionalen Wunden, die in der Trump-Familie gerissen werden, sind nicht nur für die Mitglieder selbst, sondern auch für die Gesellschaft an sich von Bedeutung.

    Am Ende der Episode teile ich meine Besorgnis über die politischen Perspektiven, die sich aus der Erziehung und dem Verhalten von Donald Trump ableiten lassen. Das Buch endet in einem Gefühl der Dringlichkeit. Ich ermutige die Zuhörer, „Zu viel und nie genug“ zu lesen, um mehr über diese komplexe Person und die zugrunde liegenden familiären Strukturen zu erfahren, die ihn geformt haben. Es ist ein tiefgreifendes Werk, das wichtige Fragen über Macht, Psychologie und die Verletzlichkeit von Menschen aufwirft und uns als Gesellschaft zur Reflexion anregt.

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  • LITL734 [Podcast] Autonom in den Tod – The Passengers von John Marrs

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension des fesselnden Buches „The Passengers“ von John Marrs. Die Geschichte beginnt mit einer unerwarteten und dramatischen Wendung, als die hochschwangere Claire Adren die unheilvolle Botschaft erhält, dass ihr selbstfahrendes Auto die Kontrolle übernommen hat und sie innerhalb von zwei Stunden und dreißig Minuten wahrscheinlich sterben wird. Claire glaubt zunächst an einen schlechten Scherz, doch schon bald wird offensichtlich, dass sie und sieben weitere Passagiere von einem Hacker gefangen gehalten werden, dessen Manipulation der Fahrzeuge einen tödlichen Kurs setzt.

    Die Erzählung findet in einer Zukunft statt, in der England Vorreiter für selbstfahrende Fahrzeuge ist. Während Claire auf dem Weg zur Abtreibungsklinik ist, werden die verschiedenen Geschichten der anderen Passagiere enthüllt, darunter Jude Harrison, der an diesem verhängnisvollen Tag mit Selbstmordgedanken kämpft, sowie Sophia Bradbury, eine 78-jährige Schauspielerin, die kurz vor ihrem Besuch bei krebskranken Kindern steht. Jede Figur bringt ihre eigenen Geheimnisse und dunkle Vergangenheit mit, was die Spannung erheblich steigert.

    Ich erlebe auch, wie die psychologischen Probleme und moralischen Ambivalenzen der Passagiere im Laufe der dramatischen Ereignisse ans Licht kommen, während sie sich in einer verfahrenen Situation befinden. Der Hacker übernimmt die Kontrolle und streamt die gefährliche Szenerie live ins Internet, wobei das Publikum über Leben und Tod entscheidet. Diese besondere Dynamik zwingt die Protagonisten, sich nicht nur mit ihren eigenen Ängsten auseinanderzusetzen, sondern auch mit den abgründigen Seiten ihrer jeweiligen Biografien.

    Die Figuren sind bemerkenswert vielschichtig, und die Handlung bleibt durchgehend spannend, während die Wahrheiten ans Licht kommen. Kein Passagier ist ohne Makel, was die Frage aufwirft, wie weit man bereit ist zu gehen, um eigene Fehler und Geheimnisse zu verbergen. Der Autor John Maas gelingt es, diese komplexen Themen geschickt zu verweben, während er gleichzeitig einen fesselnden und packenden Schreibstil beibehält, der mich an die Seiten fesselt.

    Ein weiterer Aspekt der Geschichte ist der selbstgerechte Politiker Jack Larson, der die Kontrolle über die Kommission der selbstfahrenden Autos hat und dessen Charakter unsympathisch und provokant ist. Seine Arroganz sorgt für zusätzlichen Konflikt und Intensität in der Handlung. Durch diese verschiedenen Elemente wird das Buch zu einem tiefgründigen Page-Turner, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.

    Zusammenfassend kann ich „The Passengers“ jedem empfehlen, der sich für spannende Zukunftsromane und fesselnde Thrillergeschichten interessiert. John Marrs verbindet gekonnt komplexe Themen über Technologie, Moral und Menschlichkeit, um eine packende Erzählung zu schaffen, die ihre Leser bis zur letzten Seite in Atem hält. Das Buch ist im Heine Verlag erschienen und für 15,99 Euro erhältlich.

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