Wiener Straße

LITL551 [Podcast] Rezension: Wiener Straße - Sven Regner

In dieser Podcast-Episode wird eine Rezension des Romans „Wiener Straße“ von Sven Regner präsentiert. Der Roman wird als eine Geschichte voller schräger Charaktere in einer turbulenten Welt beschrieben. Die Handlung spielt im Berlin der 80er Jahre und dreht sich um Protagonisten wie Frank Lehmann, Chrissy, Karl Schmidt und H.R. Ledigt. Die ersten Seiten des Buches waren für den Sprecher gewöhnungsbedürftig aufgrund des unkonventionellen Schreibstils, aber das Lachen begann, als HR eine Kettensäge im Baumarkt kaufte. Die Beschreibung der Hausbesetzer-Szene und der Charaktere wie Arschart und P. Immel brachten dem Sprecher die Atmosphäre jener Zeit näher. Der Roman wirft auch einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und die Künstlerszene im Berlin der 80er Jahre. Die skurrilen Charaktere sind liebenswert und lassen den Hörer in ihre Welt eintauchen. Die Erzählung regt zum Nachdenken über die deutsche Geschichte an und vermittelt Emotionen, die den Leser mitreißen. Insgesamt wird der Roman als eine gelungene Möglichkeit gesehen, jungen Menschen die Geschichte Deutschlands auf emotionale Weise näherzubringen. Der Podcast empfiehlt den Roman, der bei Kippenheuer & Witsch für 13 Euro erhältlich ist, auch Jahre nach seinem Erscheinen im Jahr 2017.

Milchschaumschläger

LITL504 [Podcast] Rezension: Milchschaumschläger – Moritz Netenjakob

In dieser Episode spreche ich über das Buch „Milchschaumschläger“ von Moritz Netenjakob. Der Klappentext verspricht, dass kein Kaffee auch keine Lösung ist. Die Hauptfigur, Daniel, hat den Traum, ein Café zu eröffnen, ernüchtert jedoch schnell von der Realität. Obwohl er eine glückliche Ehe mit Aylin führt, leidet er beruflich unter der Kälte der Werbebranche. Als ihr Stammlokal schließt, überredet er Aylin dazu, ein eigenes Café zu eröffnen. Auf dem Weg dorthin werden sie mit Ratschlägen und Katastrophen konfrontiert, aber das Schlimmste steht ihnen noch bevor. Gäste, darunter eine rebellische Pudeloma, ein altkluger Hipster, ein Trainer mit Alkoholproblem und ein vermeintliches Wunderkind namens Jonas Hortensius, sowie Daniels 68er-Eltern und Aylins türkische Familie machen ihr Leben zu einer Herausforderung. Die Gäste bleiben aus und wenn sie kommen, bestellen sie nicht das, was auf der Karte steht. Als dann noch ein Wasserrohr bricht, der Koch die Nerven verliert und das Fernsehen auftaucht, gerät alles außer Kontrolle. Nach einigen Wochen steht Daniel nicht nur vor der Zahlungsunfähigkeit, sondern auch kurz vor dem Verlust seines Verstandes. Der Bestseller-Autor Moritz Netenjakob verwandelt seine eigenen Erfahrungen als Café-Betreiber in eine humorvolle Geschichte mit absurden Situationen und liebenswerten Charakteren. Am Ende möchte man sogar Stammgast in diesem Kaffee sein. In meiner persönlichen Rezension möchte ich sagen, dass ich auf der Littbrook Convention 2017 in Köln ein Leseexemplar dieses Buches bekommen habe. Daniel und Aylin wachsen einem schnell ans Herz, vor allem wegen ihrer leicht verpeilten Art. Die Situationskomik von Daniel ist oft absurd und hat mich oft zum Lachen gebracht. Manchmal war der Roman mir jedoch zu schnell und die Personen schienen platt und unrealistisch. Ich habe jedoch bemerkt, dass dies seinen Grund hat, da viele Eigenschaften auch bei Türken, Griechen und Deutschen wiederzufinden sind, wenn auch überspitzt. Für mich ist es ein lustiges Buch mit der Botschaft, seine Träume zu leben und offen mit Freunden und Familie über Probleme zu sprechen. Es ist ein lustiger Roman mit warmherzigen Personen und lustigen Situationen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Hundepark
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[Rezension] Hundepark – Sofi Oksanen

Klappentext: Die preisgekrönte finnische Bestsellerautorin Sofi Oksanen führt uns in die Welt reicher Europäerinnen, die auf Kosten ärmerer Frauen aus dem Osten oder in den Entwicklungsländern, die in ihrer Not keine Wahl haben, ihren Kinderwunsch mit Eizellenspenden erfüllen. Ein Roman von großer politischer und moralischer Brisanz und literarischer Brillanz. Helsinki, 2016. Olenka sitzt auf einer…

Sofi Oksanen

LITL415 [Podcast-Interview] mit Sofi Oksanen über das Buch Hundepark

Die preisgekrönte finnische Bestsellerautorin Sofi Oksanen führt uns in die Welt reicher Europäerinnen, die auf Kosten ärmerer Frauen aus dem Osten oder in den Entwicklungsländern, die in ihrer Not keine Wahl haben, ihren Kinderwunsch mit Eizellenspenden erfüllen. Ein Roman von großer politischer und moralischer Brisanz und literarischer Brillanz.

Helsinki, 2016. Olenka sitzt auf einer Parkbank und beobachtet eine Familie: Mutter, Vater, zwei Kinder. Als sich eine Frau neben sie setzt, erschrickt sie; sie würde diese Frau überall wiedererkennen, denn Olenka hat ihr Leben zerstört. Und gewiss ist sie gekommen, um Rache zu nehmen. Für einen kurzen Moment sind sie hier zusammen – und schauen ihren eigenen Kindern, die nichts von ihrer Existenz ahnen, beim Spielen zu.

»Ein rasanter Thriller über die Machtverhältnisse der Fruchtbarkeitsindustrie im Osten.« Aftonbladet.

Der Roman, der sich zwischen dem heutigen Finnland und der Ukraine nach dem Zusammenbruch der UdSSR bewegt, ist ein scharf beobachteter, temporeicher Text, der an der Schnittstelle zwischen Ost und West spielt und sich um ein Netz von Ausbeutung und die Kommerzialisierung des weiblichen Körpers dreht. Sofi Oksanen erzählt mit psychologischer Schärfe die fesselnde Geschichte einer Frau, die der Sehnsucht nach ihrem verlorenen Kind nicht entkommen kann, und über die rücksichtslosen Mächte, die sie erbarmungslos jagen.