[Kino] „The Bride! – Es lebe die Braut“: Ein radikaler, punkiger Blick auf einen Literaturklassiker
Titel & Kinostart
The Bride! – Es lebe die Braut Bundesweiter Kinostart: 5. März 2026 Internationaler Start: 4. März 2026 (außerhalb Nordamerikas) Exklusiv in Kinos und IMAX-Theatern
Handlung
Maggie Gyllenhaal, die Oscar®-nominierte Drehbuchautorin und Regisseurin von Frau im Dunkeln, präsentiert mit The Bride! eine radikale, moderne Neuinterpretation der Frankenstein-Legende. Im Chicago der 1930er-Jahre bittet der einsame Frank (Christian Bale) die geniale Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening), ihm eine Gefährtin zu erschaffen. Gemeinsam reanimieren sie eine ermordete junge Frau – die Braut (Jessie Buckley) ist geboren. Doch was folgt, übertrifft alle Erwartungen: Mord, Besessenheit, eine radikale Kulturbewegung und eine wilde, explosive Liebesgeschichte zwischen gesetzlosen Seelen.
Besetzung & Team
Hauptdarsteller:
Jessie Buckley (Oscar®-Kandidatin) als Die Braut
Christian Bale (Oscar®-Preisträger) als Frank
Annette Bening (fünfmalige Oscar®-Nominierte) als Dr. Euphronius
Peter Sarsgaard als Detective Jake Wiles
Penélope Cruz (Oscar®-Preisträgerin) als Myrna Malloy
Jake Gyllenhaal (Oscar®-Kandidat) als Ronnie Reed
Regie & Drehbuch: Maggie Gyllenhaal Produktion: Maggie Gyllenhaal, Emma Tillinger Koskoff, Talia Kleinhendler, Osnat Handelsman-Keren Kamera: Lawrence Sher Musik: Hildur Guðnadóttir (Oscar®-Preisträgerin für Joker) Kostüme: Sandy Powell (dreifache Oscar®-Preisträgerin) Schnitt: Dylan Tichenor (Oscar®-nominiert für There Will Be Blood)
Hintergründe & Besonderheiten
Inspiration: Der Film ist eine Hommage an Mary Shelleys Frankenstein und den Kultfilm Die Braut des Frankenstein (1935), erzählt jedoch eine völlig neue Geschichte aus der Perspektive der Braut – einer Frau mit eigenem Willen, Intelligenz und rebellischem Geist.
Punk & Romantik: Die Ästhetik verbindet 1930er-Jahre-Elemente mit einem rebellischen, „punkigen“ Stil. Kostümdesignerin Sandy Powell schuf für die Braut ein ikonisches orangefarbenes Kleid, das sowohl die Epoche als auch die radikale Energie der Figur widerspiegelt.
IMAX-Erlebnis: Der Film nutzt die IMAX-Technologie auf innovative Weise – nicht nur für Actionszenen, sondern auch für emotionale Höhepunkte, die das Publikum „im Bauch spüren“ sollen.
Musik: Hildur Guðnadóttir komponierte einen Soundtrack, der Punk-Attitüde mit romantischen Orchesterelementen verbindet – unter anderem mit Beiträgen von Sonic Youth und Fever Ray.
Themen & Botschaft
Autonomie & Selbstbestimmung: Die Braut weigert sich, als bloße Gefährtin zu existieren. Sie fordert Wahrheit, Freiheit und die Anerkennung ihrer gesamten Persönlichkeit – inklusive ihrer „monströsen“ Anteile.
Liebe & Lügen: Die Beziehung zwischen Frank und der Braut beginnt mit einer Lüge, die ihre Dynamik prägt. Der Film fragt: Kann Liebe auf Täuschung aufgebaut werden?
Gesellschaftskritik: Die Braut wird zur Symbolfigur für alle Ausgestoßenen, die gegen gesellschaftliche Normen rebellieren. Ihre Geschichte ist ein Aufruf, die „Monster“ in uns selbst zu akzeptieren.
Zitate der Filmemacher
Maggie Gyllenhaal (Regie/Drehbuch):
„Die Braut in den klassischen Versionen hat kaum eine Stimme. Ich wollte wissen: Was passiert, wenn wir ihr Agency geben – Intelligenz, Leidenschaft, Wut und die Fähigkeit, ‚Nein‘ zu sagen?“
Jessie Buckley (Die Braut):
„Die Braut ist eine Superheldin der Wahrheit. Sie sprengt die Decke des Establishment und definiert neu, was es bedeutet, zu lieben und zu leben.“
Christian Bale (Frank):
„Frank ist ein Monster, das gelernt hat, seine Wut zu zügeln – bis er die Braut trifft. Plötzlich merkt er: Vielleicht war ich bisher nur am Atmen, nicht am Leben.“
Fazit für Leser:innen der Literaturlounge
The Bride! ist mehr als ein Genre-Film: Es ist ein visuell atemberaubendes, emotional radikal offenes Werk über Identität, Rebellion und die Kraft der Selbstbestimmung. Wer Mary Shelleys Frankenstein-Mythos mag, Dark Fantasy mit historischer Tiefe schätzt oder einfach ein Kinoerlebnis sucht, das unter die Haut geht, sollte sich den 5. März 2026 rot im Kalender markieren.
„Ein Film, der die Grenzen zwischen Monster und Mensch verwischt – und das Publikum zum Mitfiebern zwingt.“