[Kino] Wuthering Heights – Sturmhöhe: Emily Brontës Meisterwerk neu interpretiert
Kinostart in Deutschland: 12. Februar 2026
Eine zeitlose Liebesgeschichte – wild, leidenschaftlich, ungebändigt
Am 12. Februar 2026 bringt Warner Bros. Pictures eine radikal neue, visuell atemberaubende Verfilmung von Emily Brontës Sturmhöhe in die deutschen Kinos. Regie führt die preisgekrönte Filmemacherin Emerald Fennell (Promising Young Woman, Saltburn), die mit ihrer mutigen, sinnlichen Interpretation des literarischen Klassikers nicht nur die düstere Romantik der Vorlage bewahrt, sondern sie für ein modernes Publikum neu entfacht.
Warum dieser Film besonders ist
Ein Starensemble: In den Hauptrollen glänzen Margot Robbie (Barbie, I, Tonya) als die ungestüme, widersprüchliche Cathy Earnshaw und Jacob Elordi (Saltburn, Priscilla) als der geheimnisvolle, zerrissene Heathcliff. Unterstützt werden sie von Hong Chau (The Whale), Shazad Latif (Star Trek: Discovery) und Alison Oliver (Saltburn). Eine visuelle Hommage an die Gothic-Romantik: Die Kostüme (Oscar®-Preisträgerin Jacqueline Durran, Barbie, Anna Karenina) und das Setdesign (BAFTA-nominierte Suzie Davies, Saltburn) verwandeln die schroffen Yorkshire Moors und die kontrastreichen Welten von Wuthering Heights und Thrushcross Grange in lebendige, fast greifbare Charaktere. Besonders beeindruckend: Cathy’s „Skin Room“ – ein Zimmer, dessen Wände mit Abdrücken von Margot Robbies Haut gestaltet sind – oder die tumorartigen Skulpturen, die das verfallende Anwesen Wuthering Heights überziehen. Musik als emotionaler Katalysator: Die Original-Songs stammen von Charli XCX, deren moderne, elektronisch angehauchte Klänge die rohe Leidenschaft und düstere Erotik der Geschichte unterstreichen. Die Filmmusik komponierte Anthony Willis (Saltburn). Eine moderne Perspektive: Fennell aktualisiert die Charaktere – Cathy und Heathcliff sind hier Erwachsene in ihren Zwanzigern, deren Entscheidungen nicht als jugendliche Unbedarftheit abgetan werden können. Damit stellt der Film Fragen nach Schuld, Macht und den Abgründen der Liebe, die Brontës Roman schon immer aufwarf – und die heute relevanter sind denn je.
Literarische Wurzeln: Warum Sturmhöhe uns bis heute fasziniert
Emily Brontës einziger Roman, 1847 unter dem Pseudonym Ellis Bell veröffentlicht, war ein Skandal: Eine unmoralische, gewalttätige Liebesgeschichte, die sich jeder einfachen Deutung entzieht. Cathy und Heathcliffs Beziehung ist keine romantische Idealvorstellung, sondern eine obsessive, zerstörerische Symbiose – „Ich bin Heathcliff“, sagt Cathy, und meint es wörtlich.
Fennells Film greift diese Ambivalenz auf: Ist ihre Liebe Befreiung oder Gefängnis? Ist Heathcliff ein Opfer oder Täter? Die Antworten bleiben offen – genau wie im Buch. Doch die visuelle Kraft des Films (gedreht auf 35mm-Film von Oscar®-Preisträger Linus Sandgren, La La Land) macht die emotionale Wucht der Geschichte unmittelbar erfahrbar.
Für wen lohnt sich der Film?
Literaturfans, die Brontës Werk lieben – oder es neu entdecken wollen. Filmästheten, die auf opulente Kostüme, Setdesign und Kameraarbeit stehen. Liehaber düsterer Romantik à la Jane Eyre oder Rebecca – aber mit moderner, feministischen Note. Jacob Elordi- und Margot Robbie-Fans, die die beiden in einer ihrer intensivsten Rollen erleben möchten.
Fazit: Ein Film, der unter die Haut geht
Emerald Fennells Wuthering Heights – Sturmhöhe ist keine brave Literaturverfilmung, sondern ein sinnliches, provokantes Kinoerlebnis, das die Wildheit und Zeitlosigkeit von Brontës Roman einfangen will. Wer sich auf die dunkle, leidenschaftliche Reise einlässt, wird belohnt mit einem Film, der lange nachhallt – und vielleicht Lust macht, das Buch (wieder) in die Hand zu nehmen.
„Wuthering Heights ist kein Liebesbrief an die Romantik, sondern ein Messer, das sie aufschlitzt.“ – Emerald Fennell
Diskussionsfrage an euch: Wie steht ihr zu „unmoralischen“ Liebesgeschichten in der Literatur? Sollte man Cathy und Heathcliff bewundern – oder sich von ihnen distanzieren?
Mehr Infos:
Offizieller Trailer: Warner Bros. Deutschland (ab Januar 2026)
Buch-Tipp: Sturmhöhe von Emily Brontë (z. B. in der Übersetzung von Michaela Meßner, dtv)
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