LITL812 „Erbarmen“ von Jussi Adler-Olsen: Der packende Auftakt der Carl-Mørck-Reihe
In dieser Folge sprechen wir über den Kriminalroman „Erbarmen“ von Jussi Adler-Olsen, den ersten Band der Reihe um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q. Im Mittelpunkt steht der Fall der verschwundenen Politikerin Merete Lynggaard, die 2002 auf einer Fährfahrt spurlos verschwindet.
Wir schildern, dass Merete nicht tot ist, sondern über Jahre in einem betonierten Raum gefangen gehalten wird. Dabei geht es um die Frage, wer sie festhält, was die Täter von ihr wollen und wie ein Mensch ein solches Martyrium überleben kann. Der Roman verbindet die Ermittlungen mit den bedrückenden Bedingungen ihrer Gefangenschaft.
Außerdem behandeln wir die Einführung von Carl Mørck und seinem Assistenten Hafez el-Assad, die im neu gegründeten Sonderdezernat Q arbeiten. Wir erwähnen, dass Mørck zunächst widerwillig in den Fall gerät und später auf Fehler in den bisherigen Ermittlungen stößt. Assad bringt mit seiner unkonventionellen Art Bewegung in die Arbeit des Teams.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung von Meretes Bruder Ulle, der nach einem Unfall geistig beeinträchtigt ist. Wir heben hervor, dass sein Wissen für die Ermittlungen wichtig wird und dass der Roman mit mehreren Erzählsträngen arbeitet. Insgesamt beschreiben wir das Buch als spannenden, emotionalen Thriller und als gelungenen Auftakt einer Reihe.