LITL821 [Interview] Zwischen Geige und Verbrechen: Natasha Korsakova über ihren neuen Bernardo-Roman
Im Gespräch geht es zunächst um Natasha Korsakovas vierten Bernardo-Roman und um ihre langjährige Bekanntschaft mit Markus Eggert. Beide sprechen darüber, dass sie sich duzen und sich bereits seit der Veröffentlichung des ersten Buches kennen. Eggert weist außerdem darauf hin, dass Korsakova vom Heyne Verlag zum Septime Verlag gewechselt ist.
Ein Schwerpunkt des Interviews liegt auf der Ausstattung der Bücher. Korsakova betont, wie wichtig ihr eine ansprechende Gestaltung ist – von einem schönen Design über hochwertiges Papier und einen guten Druck bis hin zum Umschlag. Sie habe sich besonders über das angebotene Hardcover gefreut und sei sowohl mit dem Verlag als auch mit dem persönlichen Umgang sehr zufrieden.
Anschließend sprechen die beiden über Musik, Kammermusik und ihre Auftritte. Korsakova erklärt, dass ihr neben der Musik auch das Visuelle und die Wirkung auf der Bühne wichtig seien. Sie musiziere gerne mit anderen und betont, dass ein gutes Zusammenspiel nur funktioniert, wenn man aufeinander eingeht und einander zuhört. In diesem Zusammenhang kommt auch ihr Lebensgefährte zur Sprache, der aus einer nicht musikalischen Familie stammt und sich seinen Weg als Geiger selbst erarbeiten musste.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs sind die Figuren und Konflikte des Romans, insbesondere der neue und als schwierig beschriebene Charakter Daniele Conti. Korsakova erzählt, dass sie sich psychologisch intensiv in diese Figur hineinversetzen müsse, obwohl sie ihr persönlich sehr fernstehe. Sie spricht außerdem über eine besonders belastende Szene mit einem Kind und darüber, dass sie solche Passagen beim Schreiben als schmerzhaft empfindet.
Später rückt das Quartett als zentrales Motiv des Romans in den Mittelpunkt. Korsakova erklärt, dass der Titel sowohl auf den vierten Band der Reihe als auch auf Arcimboldos Bilder Bezug nimmt. Sie beschreibt das Quartett als Zusammenschluss von vier sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, die gemeinsam ein Ganzes bilden. Auch Johannes Brahms spielt eine wichtige Rolle. Korsakova berichtet von ihrer frühen Beziehung zu seiner Musik, von den Proben ihrer Eltern und von verschiedenen Werken, die sie beim Schreiben des Buches inspiriert haben.
Zum Abschluss sprechen die beiden über QR-Codes im Buch, Übersetzungen, Korsakovas Recherchen in Rom, Kochszenen und den persönlichen Wert hochwertig gestalteter Bücher. Korsakova betont, dass sie den Septime Verlag als den passenden Ort für ihre Bücher empfindet.