LITL824 [Buchrezension] Die Formel gegen den Tod: Probe 12 von Katrin Lange und Susanne Thiele
In dieser Folge sprechen wir über die Rezension zu „Probe 12″ von Kathrin Lange und Susanne Thiele (erschienen 2021 bei Lübbe, 496 Seiten). Das Buch wird als realitätsnaher Thriller über Gier, Forschung und Verrat beschrieben, in dem es um multiresistente Keime, Bakteriophagen und medizinische Forschung geht.
Besonders macht das Buch die Kombination der beiden Autorinnen: Kathrin Lange schreibt seit Jahren Thriller zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, während Susanne Thiele als Mikrobiologin und Biochemikerin am Helmholtz-Institut für Infektionsforschung den wissenschaftlichen Sachverstand einbringt. Diese Mischung aus erzählerischer Erfahrung und Fachwissen macht sich im Buch bemerkbar – bis hin zu einem Faktencheck am Ende, der die reale Forschung hinter der Handlung einordnet.
Wir begleiten die Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg, die ihren früheren Mentor Anasias in Georgien besucht. Kurz nach ihrer Ankunft wird er bei einem Angriff auf sein Institut getötet. Zuvor hatte er ihr noch mitgeteilt, dass er ein Medikament gegen besonders gefährliche multiresistente Keime gefunden habe. Nina versucht daraufhin gemeinsam mit dem Foodhunter Tom Morell, dessen Tochter an einem dieser Keime erkrankt ist, die Forschungsergebnisse nachzuvollziehen.
Doch Nina und Tom sind nicht die Einzigen, die hinter den Ergebnissen her sind – ihre Gegner schrecken vor Entführung, Erpressung und Mord nicht zurück. Parallel dazu ermittelt Kriminalkommissarin Voss in einem zweiten Fall, der sich später mit der Hauptgeschichte verbindet.
Die Rezension betont das schnelle Tempo und den starken Realitätsbezug des Romans, der angesichts von Antibiotikaresistenzen und den Erfahrungen der Corona-Pandemie kaum aktueller wirken könnte. Beschrieben werden auch Themen wie Phagenforschung und gesetzliche Fragen rund um ihren Einsatz. Der Sprecher hebt hervor, dass das Buch ihn stark beschäftigt und über die reine Handlung hinaus zum Nachdenken über aktuelle gesundheitliche und gesellschaftliche Entwicklungen gebracht habe.