Interviews

Podcast Interview

Interviews auf Literaturlounge.eu bieten eine tiefere Verbindung zwischen Lesern und Autoren. Sie ermöglichen es den Lesern, die Menschen hinter den Büchern kennenzulernen, und bieten den Autoren eine Plattform, um ihre Geschichten und Erfahrungen zu teilen. Diese Interviews sind eine großartige Möglichkeit, die literarische Gemeinschaft zu stärken und zu inspirieren.

  • LITL804 [Buchrezension] Mut zur Liebe: Wie Love on Tour Betroffenen Hilfe und Hoffnung gibt von Love Couple on Tour

    In dieser Folge sprechen wir über das Buch *Love on Tour* von Couple on Tour und darum, wie die Autorinnen ihre persönliche Geschichte mit Themen wie Akzeptanz, Vielfalt und Selbstfindung verbinden. Wir fassen zusammen, dass sie früh merkten, dass sie sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlten, ihre Beziehung zunächst geheim hielten und inzwischen verlobt sind.

    Wir beschreiben, dass das Buch neben der Erzählung ihrer eigenen Erfahrungen auch Fakten, Informationen und Tipps zu Toleranz, Selbstakzeptanz und Geschlechtsidentität enthält. Außerdem gibt es Aktivseiten, auf denen man eigene Gedanken und Gefühle festhalten kann.

    In der Rezension gehen wir auch auf persönliche Bezüge ein und vergleichen die geschilderten Erfahrungen mit eigenen Erlebnissen aus Familie, Freundeskreis und Arbeitsumfeld. Dabei betonen wir, dass Anfeindungen und Ablehnung für Betroffene schwer sein können und dass das Buch Mut machen soll, zur eigenen Neigung zu stehen.

    Außerdem erwähnen wir die Gestaltung des Buches als Mitmachbuch mit Aufgaben zu Filmen, Serien, Suchbildern, persönlichen Einträgen und Bildern. Abschließend ordnen wir es als Unterstützung für die eigene Suche nach Identität ein und nennen einige bibliografische Angaben wie Erscheinungsjahr, Zielalter und Verlag.

  • LITL803 [Buchrezension] Katrine Engberg - Das Nest: Ein komplexer Fall über Jugend, Kunst und Schuld

    In diesem Krimi von Katrine Engberg spielen wir in Kopenhagen, wo an einem sonnigen Apriltag der 15-jährige Oskar verschwindet. Zunächst wird vermutet, dass er von zu Hause weggelaufen ist, doch es gibt Hinweise auf etwas Schwerwiegenderes.

    Parallel dazu wird in einer Müllverbrennungsanlage die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Annette Werner und Jeppe Körner nehmen die Ermittlungen auf und verbinden den Vermisstenfall mit dem Toten. Dabei stoßen wir auf unterirdische Gänge, verlassene Inseln und Orte, an denen sich weitere Spuren verbergen.

    Im Zentrum stehen auch Oskars Familie und sein Umfeld. Wir erfahren von einer Galeristenfamilie, von seltsamen Erziehungsmethoden, überforderten Eltern und abweisenden Jugendlichen. Außerdem geraten betrügerische Vorgänge im Kunstbetrieb und in der Forschung in den Blick.

    Ein weiterer wichtiger Strang betrifft die Figuren um Oskars beste Freundin und den Ingenieur Kaspar, der in der Anlage arbeitet. Auch Esther de Laurenti spielt eine Rolle und bringt ein fehlendes Puzzleteil ans Licht. Zugleich werden die persönlichen Belastungen von Annette und Jeppe erwähnt.

    Das Buch verbindet Krimihandlung mit Themen wie Familiengeheimnissen, Jugendlichen und dem Leben in Kopenhagen. Es wird als spannender, vielschichtiger Fall beschrieben, der die Ermittler vor mehrere Fragen stellt.

  • LITL802 [Buchrezension] Das ferne Licht der Sterne – Laura Lams Reise in eine ungewisse Zukunft

    In dieser Folge sprechen wir über die Rezension zu *Das ferne Licht der Sterne* von Laura Lam. Es handelt sich um einen dystopischen Science-Fiction-Thriller in einer nahen Zukunft, in der die Erde kurz vor dem Kollaps steht und die Suche nach einem bewohnbaren Planeten zur letzten Hoffnung für die Menschheit wird.

    Im Mittelpunkt stehen die Biologin Naomi Lovelace und ihre Adoptivmutter Valerie Blake, eine Tech-Pionierin, die das Raumfahrtprojekt mitentwickelt hat. Als Valerie durch eine politische Intrige von der Mission ausgeschlossen werden soll, kippt die Lage: Sie kapert das Raumschiff und startet mit Naomi sowie drei weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu einer Reise ins All.

    Wir begleiten die Crew auf dem Weg zu Cavendish, einem erdähnlichen Planeten in einem anderen Sonnensystem. Dabei geht es auch um technische und praktische Fragen der Reise, etwa den Antrieb und die Versorgung an Bord. Naomi ist als Biologin für die Ernährung der Crew mitverantwortlich, und im Gespräch wird auch erwähnt, dass Algen dabei eine Rolle spielen könnten.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist der Konflikt an Bord und zwischen Naomi und Valerie. Es kommt zu ersten Zwischenfällen, und Naomi erkennt, dass jemand ein tödliches Geheimnis verbirgt und dass sie und Valerie möglicherweise unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Folge betont außerdem die Rückblenden zur Vorgeschichte, die Beziehungen der Figuren und die Entwicklungen auf der Erde.

  • LITL801 [Interview] Von Dresden an die Ostsee – Frank Goldammer über neue Schauplätze und alte Konflikte bei dem Buch Strandopfer

    Im Gespräch erläutert Frank Goldammer, warum er mit *Strandopfer* Dresden verlässt und an der Ostsee, auf Usedom, einen neuen Schauplatz wählt. Der Verlag habe ihn gefragt, ob er auch Krimis außerhalb Dresdens schreiben wolle. Die Ostsee sei für ihn naheliegend gewesen, weil er dort regelmäßig Urlaub mache und die Gegend gut kenne.

    Ein Schwerpunkt des Interviews ist die Hauptfigur Lena. Goldammer erklärt, dass weibliche Hauptfiguren für ihn nichts Neues seien. Markus Eggert spricht jedoch an, dass ihm Lena wegen ihrer Stereotype zunächst fremd blieb. Goldammer verweist darauf, dass Lena aus Mecklenburg stammt, mit Vorurteilen aufgewachsen ist und sich mit eigenen Prägungen und Traumata auseinandersetzen muss.

    Daraufhin geht das Gespräch auf deutsch-polnische Vorbehalte, Grenzräume und Kriminalität über. Goldammer berichtet von Recherchen bei der deutsch-polnischen Polizei und vom Thema Fahrzeugdiebstahl. Er betont, dass er mit Klischees arbeite, sie aber oft einen realen Kern hätten.

    Ein weiterer Themenblock ist die Zusammenarbeit und das Misstrauen zwischen Deutschen und Polen. Goldammer beschreibt unterschiedliche Umgangsformen, Hierarchien in der Polizei und bestehende historische Belastungen, auch durch den Zweiten Weltkrieg. Er erwähnt, dass eine feste länderübergreifende Polizeistruktur bisher nicht existiere.

    Auch die Figurenbeziehungen werden besprochen, besonders zwischen Lena und ihrem polnischen Kollegen Adam. Zwischen beiden gebe es Reibungen, aber auch Annäherung. Zudem spricht Goldammer über Kowalska als weitere Figur und darüber, dass Lena erst langsam Vertrauen aufbaut.

    Später geht es um Bernsteinsuche, touristische Orte und den Kontrast zwischen Touristen und Einheimischen. Goldammer erzählt, dass Bernstein für ihn eng zur Ostsee gehöre und er schließlich tatsächlich einen gefunden habe.

    Zum Schluss spricht das Gespräch über Alkoholabhängigkeit, schwierige Familienverhältnisse, Lesen als Gewinn und die Wirkung von Übersetzungen und Lesungen im Ausland. Goldammer sagt, er wolle nicht moralisieren, sondern Figuren mit Hintergrund und verständlichen Konflikten zeigen.