[Interview] Die Geschichte wiederholt sich – Ein Interview mit Sasha Filipenko
von Margaux de Weck und Stephanie Uhlig, September 2022Aus dem Russischen von Ruth Altenhofer© by Diogenes Verlag AG Zürich
von Margaux de Weck und Stephanie Uhlig, September 2022Aus dem Russischen von Ruth Altenhofer© by Diogenes Verlag AG Zürich
Ein verfallenes Herrenhaus wird für Laura Milton zum Schlüssel in die Vergangenheit. Denn das Schicksal der Lady Victoria Milton wirft seine Schatten bis in die Gegenwart … Exmoor, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die 20-jährige Victoria wird bald ein ansehnliches Vermögen erben. Doch ihr Vormund Richard hat seine eigenen Pläne mit ihrem Geld und verbannt sie in eine Anstalt für Geisteskranke – aus der Arthur, einer von Richards Bediensteten, ihr zur Flucht verhilft. Als sich Victoria, fest entschlossen, ihr Erbe wiederzuerlangen, nach Jahren aus der Deckung wagt, ist ihr Schicksal besiegelt.
Ein Leitfaden für glückliche Großeltern
Warum Sprüche von Kindern so komisch sind?
Weil sie es immer ernst meinen.
Wenn es um das Aufzeichnen der Enkelszungen, also denkwürdige Kindersprüche geht, sind Großeltern weitaus bessere Chronisten als die Eltern!
15 Jahre lang stand Markus Fenner, der Heihei-Opa, „an der Chronisten-Front“ und hat seine drei Enkel von ihrem ersten Überschreiten der Sprachgrenze an für die Nachwelt dokumentiert.
Dabei ist eine stattliche Menge an Anekdoten zusammengekommen – mal heiter mal bedenkenswert –, über die der Opa-Chronist staunend und mit reichlich Selbstironie nachdenkt.
Ein Handbuch für aktive Großeltern (und solche, die es werden wollen).
Auf den Spuren einer verlorenen Heimat
»Wann immer ich an die Flucht meiner Mutter denke, sehe ich das Sonnenblumenfeld vor meinem Auge. Und irgendwo darin stelle ich mir meine schlafende Mutter vor und den Hund und die Grenzsoldaten. Eigentlich hat meine Mutter nie wirklich von früher erzählt. Nicht von ihrer Kindheit als Deutsche in Jugoslawien, nicht von der Flucht, nicht vom Ankommen in Deutschland. Für sie war das Dorf, in dem sie geboren wurde, ein untergegangener Sehnsuchtsort. Kann ein Ort Heimat sein, an den man sich kaum erinnert?«
Jahrzehntelang hat Andreas Wunns Mutter dazu geschwiegen, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gebiet Jugoslawiens nach Deutschland floh. Auch über ihre Wurzeln — jene der Donauschwaben im Banat — sprach sie nicht viel. 2017 endlich, genau 70 Jahre nach ihrer Flucht, beschließt Wunn, zusammen mit ihr eine Reise in die Region ihrer Kindheit zu machen: entlang ihrer damaligen Fluchtroute, die heute als »Balkan-Route« bekannt ist. Ihre Reise führt Mutter und Sohn über Süddeutschland, Österreich und Ungarn bis nach Serbien. Entstanden ist die anrührende Erzählung eines Nachkriegsschicksals, aber auch die persönliche Wiederentdeckung eines fast vergessenen Stücks deutscher Geschichte, die vor Jahrhunderten begann und nach dem Zweiten Weltkrieg endete.
Andreas Wunn, geboren 1975, leitet die Redaktion des ZDF-Morgenmagazins und des ZDF-Mittagsmagazins. Für beide Sendungen steht er auch als Moderator vor der Kamera. Zuvor war er sechs Jahre lang Südamerika-Korrespondent des Senders und Leiter des ZDF-Studios in Rio de Janeiro. Seine TV-Dokumentationen wurden mehrfach ausgezeichnet. Seine Bücher über Brasilien waren Bestseller. Wunn lebt mit seiner Familie in Berlin.
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