Medu Verlag

  • LITL831 [Buchrezension] Große Aufregung um Samt und Pfötchen: Kinderbuch von Gabi Meier.

    Große Aufregung um Samt und Pfötchen

    Als die beiden Katzen Samt und Pfötchen mehrere Tage verschwunden bleiben, macht sich Paulines Familie große Sorgen. Gemeinsam beschließen alle, nach den Ausreißern zu suchen. Während die Familienmitglieder die Umgebung durchstreifen, werden die Katzen schließlich im Wald gefunden. Eine von ihnen hat sich in einem weggeworfenen Müllnetz verfangen.

    Anhand dieser Situation sprechen wir darüber, wie Müll in der Natur für Tiere zur Gefahr werden kann und warum es so wichtig ist, Abfälle verantwortungsvoll zu entsorgen und die Umwelt zu schützen.

    In dieser Folge stellen wir Gabi Meiers warmherzige Geschichte und die Illustrationen von Karin Walter vor. Das Buch erzählt vom Zusammenhalt in einer schwierigen Situation, von der Freundschaft zwischen Menschen und Tieren und vom sorgsamen Umgang mit der Natur. Wir finden: Es eignet sich gut zum Vorlesen und hat genau die richtige Länge für Kinder. Persönlich hätten wir uns allerdings etwas mehr Bilder und dafür weniger Text gewünscht.

    „Große Aufregung um Samt und Pfötchen“ ist 2020 im Medu-Verlag erschienen und für Kinder ab fünf Jahren geeignet.

  • LITL819 [Buchrezension] Buchstaben auf Streitkurs – Christel Ledermanns ‚Der Mond und die Buchstaben‘

    In dieser Vorstellung geht es um das Kinderbuch „Der Mond und die Buchstaben“ von Christl Ledermann. Das Bilderbuch richtet sich an Kinder im Vorschulalter und im ersten Lesealter und verbindet eine Geschichte mit Anregungen zum spielerischen Umgang mit Buchstaben. Im Buch herrscht Streit im Buchstabenland: Die Buchstaben sind beleidigt und wollen nicht mehr nebeneinander in…

  • LITL813 [Buchrezension] „Schulerfolg ist lernbar“ – Ein Buch, das mich an meine eigene Schulzeit erinnerte

    Das Gespräch bzw. die Rezension behandelt das Buch „Schulerfolg ist lernbar“ von Detlef Träbert. Vorgestellt wird es als Ratgeber für Eltern und Kinder rund um den Schulalltag. Der Sprecher beschreibt das Buch als verständlich geschrieben und als Sammlung vieler kurzer, alltagsnaher Kapitel.

    Ein Schwerpunkt liegt auf Erziehung und Verhalten in der Familie. Genannt werden Themen wie Taschengeld, frühe Grenzsetzungen, Vorbildverhalten der Eltern und der Umgang mit Kindern im Schulalter. Der Sprecher schildert dazu eigene Erfahrungen aus der Kindheit und ordnet viele Beispiele aus dem Buch als vertraut ein.

    Ein weiterer großer Abschnitt betrifft Lernen, Hausaufgaben und schulische Schwierigkeiten. Besprochen werden unter anderem gute Vorsätze, Fehlerkultur, Legasthenie und Dyskalkulie. Der Sprecher berichtet, dass er selbst Schreibschwierigkeiten hatte und durch einen Deutschlehrer Unterstützung bekam, den er dafür dankbar erwähnt.

    Danach geht es um Motivation, Konzentration und ADHS. Das Buch greift laut Sprecher auch Themen wie Belohnung, gemeinsames Spielen und familiäre Zeit auf. Er betont, dass ihm persönliche Zuwendung wichtiger war als Geldbelohnungen.

    Ein weiteres Thema sind Gemeinschaftsprobleme, Heimweh, Mobbing und Sitzenbleiben. Der Sprecher erwähnt, dass Mobbing nicht nur in der Schule vorkommt, sondern auch im Hobby oder im Beruf. Sitzenbleiben bewertet er aus eigener Erfahrung nicht nur negativ, sondern auch als mögliches Lern- und Entwicklungserlebnis.

    Zum Schluss fasst der Sprecher das Buch als informativ und hilfreich zusammen. Es vermittle Einblicke in die Sicht von Lehrern, Kindern und Eltern, nenne Stellen für weitere Hilfe und empfehle, sich Zeit füreinander zu nehmen und miteinander zu reden. Das Buch sei 2021 im Medu Verlag erschienen und umfasse über 270 Seiten.

  • LITL755 [Podcast] Von Königsberg bis 80‘ – Warum Margitta Sünwoldts Lebensgeschichte heute wichtiger ist denn je

    In dieser Episode befasse ich mich mit der Rezension des Buches „Von Königsberg bis 80“ von Margitta Sünwoldt. Das Buch gibt einen tiefen Einblick in das bewegte Leben der Autorin, die zu Beginn des Interviews über ihre Erlebnisse als junge Frau im Krieg und die damit verbundenen Herausforderungen berichtet. Margitta zeigt sich zunächst skeptisch gegenüber dem Journalisten, doch im Verlauf des Gesprächs entfaltet sich eine beeindruckende Erzählung über ihre Flucht aus Ostpreußen und den Verlust von Heimat.

    Die autobiografischen Erinnerungen beginnen mit einer unbeschwerten Kindheit in Königsberg und dem prägenden Ort Palmnicken. Die Darstellung der Flucht im Jahr 1945 ist dramatisch. Margitta beschreibt eindrücklich ihre Ankunft am Hafen von Pilau und das ergreifende Glück, auf ein Schiff zu gelangen. Doch auch inmitten der Schrecken findet sie Raum für Erinnerungen an ihre erste Liebe, die durch Vorurteile und gesellschaftliche Unsicherheiten auf eine tragische Weise beeinträchtigt werden. Diese Punkte führen zu einer Reflexion über die Flüchtlingsproblematik und die Parallelen zur heutigen Zeit.

    Ein bedeutender Teil der Erzählung widmet sich Margittas Ehen und der Herausforderung, als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern zu leben. Ihre Liebe zu den Kindern wird spürbar, und sie bleibt nicht von Themen wie Depression und familiären Auseinandersetzungen unberührt. Die Autorin erzählt von Menschen mit großem Herzen, die in schwierigen Zeiten Unterstützung bieten, und kontrastiert diese Lichtblicke mit den dunklen Kapiteln der Geschichte, wie dem Massaker von 3000 Juden in Palmnicken kurz vor Kriegsende.

    Diese Erlebnisse sind nicht nur persönliche Erinnerungen, sondern auch eine Mahnung an die Gesellschaft, dass solche Gräueltaten niemals wieder geschehen dürfen. Angesichts der wenigen Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs ist das Buch von Margitta Sünwoldt ein wichtiges Zeugnis, das den Leser dazu anregt, über die eigene Haltung gegenüber Flüchtlingen und gesellschaftlicher Ausgrenzung nachzudenken.

    Ich lade alle ein, dieses bewegende und persönliche Buch zu lesen, um sich der Geschichte bewusst zu werden und die Lehren daraus ernst zu nehmen. „Von Königsberg bis 80“ ist im Medu Verlag erschienen und bleibt ein wertvolles Werk, das auch heute noch von großer Relevanz ist.