Selbstakzeptanz

  • LITL799 [Buchrezension] „Warum den Igel keiner streichelt“: Große Botschaft für kleine Helden

    In dieser Rezension geht es um das Bilderbuch »Warum den Igel keiner streichelt« von Andrej Kurkow mit Illustrationen von Tania Goryushina. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Igel, der traurig ist, weil die anderen Tiere gestreichelt werden und sich niemand um ihn kümmert. Dann begegnet der Igel einer klugen grauen Maus. Diese macht ihm deutlich, dass…

  • LITL763 [Podcast] Buchmagie mit Judith Hoersch: Warum ‚Juno und die Reise zu den Wundern‘ mehr als ein Kinderbuch ist

    In dieser Episode widmen wir uns der fesselnden Rezension des Buches „Juno und die Reise zu den Wundern“ von Judith Hoersch. Die Geschichte entfaltet sich um das außergewöhnliche Mädchen Juno, das in ihrer Traumschwelgerei gefangen ist und sich wünscht, ein Teil der fantastischen Welt einer Nixe zu sein. Diese Erzählung, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene bereichernd ist, behandelt die Themen Einsamkeit, Selbstakzeptanz und die Bedeutung von Mut auf eine bezaubernde und fantasievolle Weise.

    Juno, eine schüchterne junge Frau, verlässt ihre Heimat, um in der pulsierenden Stadt ein neues Leben zu beginnen. Dort trifft sie den eigenwilligen Goldschmied Mr. James, der nicht nur zu ihrem Mentor, sondern auch zu einem vertrauten Freund wird. Seine weisen Ratschläge motivieren Juno, ihre Träume aktiv zu verfolgen, anstatt sie nur zu träumen. Diese Wendung setzt den Anstoß für ihre magische Reise rund um den Globus, auf der sie immer wieder kleinen und großen Wundern begegnet, die ihr helfen, zu sich selbst zu finden.

    Einer der fesselndsten Aspekte des Buches sind die fantasievollen Länder, die Juno besucht. Jedes Land ist einzigartig und trägt einen metaphorischen Namen, wie das „Land der qualmenden Köpfe“ oder „das Land der wilden Ponys“, was den Leser dazu anregt, sich in diese zauberhaften Welten hineinzuversetzen. Die kreativen und lehrreichen Lektionen, die Juno auf ihren Abenteuern lernt, sind sowohl unterhaltsam als auch berührend und laden dazu ein, über die Bedeutung von Freundschaft und Herausforderungen im Leben nachzudenken.

    Ich teile meine persönliche Verbindung zu Judith Hoersch, nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Musikerin, und was mich an ihrer schriftstellerischen Arbeit fasziniert. Das Buch besticht zudem durch seine außergewöhnliche Gestaltung – vom hochwertigen Cover bis hin zur edlen Bindung und dem Papier. Diese ästhetischen Qualitäten spiegeln das gehobene Lesevergnügen wider, das Leser heute erwarten.

    In dieser Episode erforschen wir die tiefere Botschaft von „Juno und die Reise zu den Wundern“ und ergründen, wie die bildreiche Sprache von Hoersch uns dazu inspirieren kann, die kleinen Wunder des Alltags bewusster wahrzunehmen. Die Illustrationen von Maria Martin ergänzen die Erzählung auf wunderbare Weise und verleihen dem Buch einen zusätzlichen emotionalen Tiefgang. Ich danke Judith Hoersch für die unvergessliche Reise, die sie mit ihren Worten ermöglicht hat und lade alle ein, in dieser fantasievollen Welt zu träumen.

  • LITL727 [Podcast] Zwischen Himbeergeschmack und Herzschwere – Poesie mit Tara-Louise Wittwer

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension des Gedichtbands „Himbeerbrause und Melancholie“ von Tara-Louise Wittwer. Der Klappentext des Buches verspricht tiefgründige Texte über die Liebe, das Erwachsenwerden und die Herausforderungen beim Loslassen. Die Gedichte laden die Leser dazu ein, in eine Welt voller existenzieller Fragen einzutauchen, die nicht nur die Autorin selbst bewegen, sondern die auch viele junge Menschen betreffen: Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Was will ich vom Leben?

    Ich teile meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch, während ich mich mit meinen persönlichen Vorbehalten gegenüber Gedichten auseinandersetze. Oft empfinde ich eine gewisse Scheu, da Gedichte für mich Erinnerungen an Schulstunden und komplexe Themen wecken. Es gibt jedoch auch Gedichte, die mich emotional berühren und mit ihrer Ehrfurcht vor der Liebe in Resonanz treten. Bei der Lektüre von „Himbeerbrause“ wurde ich schnell in meine eigene Kindheit und Jugend zurückversetzt, während die Erinnerungen an mein erstes Verliebtsein wach wurden.

    Tara-Louise Wittwer gelingt es, in ihren gefühlvollen Texten Gegensätze zu thematisieren und mir die Komplexität der zwischenmenschlichen Anziehung näherzubringen. Ich finde es spannend, wie unterschiedliche Schönheitsideale und Vorlieben in ihren Gedichten zur Sprache kommen. Diese Reflexion über persönliche Vorlieben und Selbstakzeptanz hat mich zutiefst angesprochen. Ich habe erkannt, dass es wichtig ist, sich selbst zu schätzen und treu zu bleiben, unabhängig von dem Druck, den andere ausüben könnten.

    Zusätzlich zur emotionalen Tiefe der Gedichte genieße ich auch die haptischen Aspekte des Buches – den Druck, das Papier und die Bindung, die meiner Meinung nach nicht durch digitale Formate ersetzt werden können. Die Himbeerbrause steht für die süßen Seiten des Lebens, während die Melancholie die traurigen, aber tiefsinnigen Momente widerspiegelt. Beides findet in den Gedichten seinen Platz und zeigt, wie abwechslungsreich das Leben sein kann.

    Insgesamt bleibt für mich festzuhalten, dass „Himbeerbrause und Melancholie“ hauptsächlich für Frauen geschrieben wurde, jedoch auch Männern wertvolle Einsichten bieten kann. Der Gedichtband ist im Lago Verlag erschienen und trotz seines Ursprungs aus dem Jahr 2020 für 12,99 Euro erhältlich. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und Nachdenken über die eindringlichen Texte von Tara-Louise Wittwer.

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    [Rezension] Der Admiral – Alt / weiß / abgemeldet? – Henning Christiansen

    Von Admiralen, Riffen der Realität und dem Mut zum Schmunzeln Klappentext: Der Admiral. Alt / weiß / abgemeldet? Fühlt es sich nicht gelegentlich auch für uns so an, als ob die Welt ganz gut ohne uns auskäme …? Genau dies ist der Alltag des ADMIRALs. Seine großen Schlachten sind geschlagen. Seine Träume zerschellen permanent am…