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    [Rezension] Südfall – Florian Knöppler

    Südfall – Daves gefährlicher Weg durch das nordfriesische Wattenmeer

    Klappentext: Dave überlebt den Abschuss seines Fliegers über dem nordfriesischen Wattenmeer und entgeht nur knapp dem Ertrinken. Der britische Soldat könnte das Kriegsende in einem Versteck abwarten, doch er wagt die Flucht von Husum die Küste entlang nach Dänemark. Dabei trifft er auf die unterschiedlichsten Menschen. Da ist der junge, sensible Paul, der von sich…

  • LITL768 [Podcast] Eva-Isabel Schmid: ‚Paracelsus – Auf der Suche nach der unsterblichen Seele‘ – Ein historischer Thriller zwischen Wissenschaft und Ketzerei

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension des Buches „Paracelsus – Auf der Suche nach der unsterblichen Seele“, geschrieben von Eva-Isabel Schmid. Wir begeben uns in das Basel des Spätsommers, eine Stadt an der Schwelle zur Renaissance, wo der junge Medizinstudent Paracelsus zusammen mit seinem Freund Kasper eine Sondergenehmigung von der katholischen Kirche erhält, um Leichensektionen durchzuführen. Ihr Ziel: den wissenschaftlichen Beweis der Existenz der menschlichen Seele.

    Die spannende Erzählung nimmt eine dramatische Wendung, als ein neuer Bischof an die Macht gelangt und die beiden Freunde der Ketzerei beschuldigt werden. Ihre ehrgeizige Forschung wird verboten und während Kasper sich der Medizin widmet, zieht es den unerschütterlichen Paracelsus in die Welt des Okkultismus. Die Handlung entfaltet sich zwischen Inquisition, politischen Intrigen und einem aufkommenden Bürgerkrieg, was die Freundschaft der beiden Protagonisten auf eine harte Probe stellt.

    Das Buch zeichnet das Bild eines weiterdenkenden Arztes, der über die Grenzen seiner Zeit hinausblickt. Mit jeder Seite wird klarer, dass Paracelsus nicht bloß ein Heiler, sondern ein Visionär war. Das setting in Basel, zu einer Zeit des Umbruchs, liefert den perfekten Hintergrund für ihre Suche nach der menschlichen Seele, die zugleich von der katholischen Kirche als hochriskant angesehen wird. Der Dekan Jakob Göttisheim spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da er die beiden schützt, aufgrund seiner persönlichen Verbindung zu Paracelsus und Kasper.

    Besondere Spannung entsteht durch die Begegnungen von Paracelsus mit okkulten Figuren, die den Kontakt zu einem Wesen namens Astaroth herzustellen versuchen. Dies geschieht in gruseligen Settings, gezeichnet von Beschwörungsriten, die eine unheimliche Atmosphäre schaffen. Die Erzählung wird weiter angereichert durch die Konflikte mit dem neuen Fürstbischof, der seine eigene Agenda verfolgt und die Inquisition zu seinen Gunsten nutzt.

    Mit einer Vielzahl von Charakteren, von schillernden Persönlichkeiten bis hin zu schurkischen Figuren, bietet das Buch eine dichte Handlung voller Atmosphäre. Die liebevollen Details über das spätere Mittelalter in Basel, die Zünfte, den Adel und die Anfänge der Reformation beleben die Seiten. Besonders hervorzuheben ist die Liebesgeschichte, inszeniert durch Margarete und den gedemütigten Adeligen.

    Schließlich kommt das Buch zu einem spannenden Cliffhanger, der den Wunsch nach einer Fortsetzung weckt. Eva-Isabel Schmidt zeichnet mit ihrem ersten Werk ein kraftvolles Bild der Zeit und zieht den Leser in eine faszinierende Welt, in der wissenschaftliche Neugier und das Streben nach Erkenntnis auf tief verwurzelte religiöse Überzeugungen treffen. „Paracelsus – Auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ ist ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für historische Erzählungen und medizinische Themen begeistern. Erhältlich beim Pieper Verlag, ist dieses Werk eine Gedichtsammlung, die in jeder Buchhandlung als E-Book zum Preis von 7,99 Euro erhältlich ist.

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    [Rezension] Das Nest – Sophie Morton-Thomas

    Atmosphärisch, beklemmend, unvergesslich: Ein Roman über die Last der Geheimnisse

    Klappentext: Fran führt ein ruhiges Leben in einem einsamen englischen Küstenort, wo das Marschland auf den Ozean trifft. Sie kümmert sich um ihren Sohn Bruno, betreibt eine Wohnwagensiedlung und beobachtet Vögel. Dann verschwindet Brunos Lehrerin und der Ort gerät in Aufruhr: Hat Frans Schwager Ellis etwas damit zu tun? Welche Rolle spielen die Roma, die…

  • LITL753 [Podcast] Dialog statt Denunziation: Was wir von Hasnain Kazims Umgang mit Alltagsrassismus lernen können.

    In dieser Episode bespreche ich das Buch „Post von Karlheinz“ von Hasnain Kazim und teile meine persönlichen Eindrücke sowie eine detaillierte Rezension. Kazim, der täglich mit hasserfüllten E-Mails konfrontiert wird, hat sich entschieden, diesen Hass nicht einfach hinzunehmen, sondern ihn auf schlagfertige und humorvolle Weise zu kommentieren.

    Wir tauchen ein in die verschiedenen Kapitel des Buches, beginnend mit dem Kapitel über den Islam, in dem Kazim die Beleidigungen und Vorurteile, denen er ausgesetzt ist, offenbart. Seine Fähigkeit, mit Wut und Beschimpfungen konstruktiv umzugehen, beeindruckt mich immer wieder. Ich gestehe, dass ich in solchen Situationen nicht die gleiche Gelassenheit hätte und finde es bemerkenswert, wie Kazim den Dialog mit seinen Hassern sucht, anstatt sie einfach zu verurteilen.

    Ein weiteres Kapitel widmet sich den politischen Ansichten und den Äußerungen von Menschen, die der AfD nahestehen. Diese Auseinandersetzungen werfen grundlegende Fragen auf: Warum verhalten sich Menschen so rücksichtslos gegenüber anderen, unabhängig von deren Hintergrund? Während ich mich frage, ob Kazim in seinem Buch alle schockierenden Kommentare veröffentlicht hat, wird mir klar, dass dieses Thema auch in meinem eigenen Umfeld präsent ist und oft zu Unverständnis und Ablehnung führt.

    Kazim thematisiert die kritische Rolle der ostdeutschen Bundesländer in dieser Diskussion. Er stellt provokante Fragen über die sogenannte „Leitkultur“ und nutzt historische Referenzen, um aufzuzeigen, dass die Vergangenheit nicht negiert werden kann. Besonders kraftvoll ist sein Hinweis, dass er länger in Deutschland lebt als viele seiner Kritiker. Diese persönlichen Geschichten und Anekdoten machen das Buch so lesenswert und auffallend ehrlich.

    Wir besprechen auch das komplexe Verhältnis, das Kazim zur Türkei hat, und die Herausforderungen, vor denen Journalisten stehen, wenn sie polarisiert diskutieren. Der Mut, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, ist ein zentrales Anliegen von Kazim und wird in seinem Werk deutlich vermittelt.

    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass „Post von Karlheinz“ nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich ist. Es bietet neue Perspektiven und Werkzeuge, um mit Alltagsrassismus umzugehen und zeigt auf, wie man solche Diskussionen führen kann. Jeder, der sich für gesellschaftliche Themen und interkulturelle Diskussionen interessiert, findet in diesem Buch wertvolle Anregungen. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen, und es hat mir viele Denkanstöße gegeben.