Audiowalk

[Hinweis] Zuhören und Erinnern: Ein Audiowalk auf den Spuren der letzten Deportation „Von Gießen nach Theresienstadt“

Es ist ein erschütterndes Stück Stadtgeschichte und wichtiger Teil der Erinnerungskultur. Mit
einem Audiowalk unter den Titel „Von Gießen nach Theresienstadt – die letzte Deportation“
schaffen die Historikerinnen Randi Becker und Michelle Damm in Zusammenarbeit mit dem
Stadttheater Gießen eine besondere Form der Aufarbeitung der Rolle des Stadttheaters Gießen in
der NS-Zeit.


„Ich bin froh, dass uns durch diese Kooperation eine Verlebendigung der düsteren Geschichte dieser
Stadt und dieses Theaters gelingt.“ betont Intendantin Simone Sterr die Bedeutung dieses Projekts.
„Wenn immer weniger Zeitzeuginnen unter uns leben, müssen wir die Geschichte wachhalten.

Nur so können wir die Zeichen der Gegenwart deuten und jetzt das Richtige tun.“

Am 13. Februar 1945 wurden 13 Gießenerinnen im Keller des Stadttheaters gesammelt und am 14.
Februar 1945 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Es war die letzte Deportation von
Gießen aus vor dem Kriegsende drei Monate später. Der Audiowalk von Randi Becker und Michelle
Damm, der am 13. Februar 2026 zum ersten Mal stattfindet, erzählt die Geschichten dieser Menschen.
So ist der Rundgang historische Aufarbeitung einerseits, eine besondere Form des Erlebens und
Erinnerns an die Rolle des Theaters in der NS-Zeit andererseits. Er macht ein Stück Stadtgeschichte und
ein Stück Stadttheatergeschichte erfahrbar und verdeutlicht, wie wichtig politische Wachsamkeit ist.
Mit Kopfhörern ausgestattet begibt man sich auf einen kleinen Rundgang vom Stadttheater zur
Kongresshalle, über das heutige Restaurant Basilico in der Neuen Bäue, in die Plockstraße und zurück
zum Theater. Die Teilnehmenden sollten sich mit wetterfester Kleidung ausstatten. Der Audiowalk dauert
ca. 60 Minuten. Die von Michelle Damm und Randi Becker verfassten Texte wurden von Carolin Weber,
Ben Janssen und Dascha Ivanova aus dem Schauspielensemble des Stadttheaters eingesprochen.
Im Anschluss an den Audiowalk am 13. Februar findet ab 16:30 Uhr ein Gespräch im Foyer des Großen
Hauses statt. Neben Michelle Damm und Randi Becker wird die Enkelin von Daniel Goldschmidt zu gegen
sein. Ihr Großvater zählte zu den 13 Personen, die Teil dieser letzten Deportation waren. Das Gespräch
wird moderiert von Intendantin Simone Sterr.


Weitere Termine im März. Schulklassen, die sich für den Audiowalk interessieren, melden sich bitte bei
theaterkasse@stadttheater-giessen.de

Von Gießen nach Theresienstadt
Die letzte Deportation
Audiowalk von Michelle Damm und Randi Becker
Freitag, 13. Februar 2026, 15:00 Uhr und 15:15 Uhr | Treffpunkt Kassenhalle


Nachgespräch zum Audiowalk
Offen für alle Interessierten, auch ohne vorherige Teilnahme am Audiowalk
Freitag, 13. Februar 2026, 16:30 Uhr | Foyer Großes Haus

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