Mit dem ersten Licht

[Rezension] Mit dem ersten Licht – Florian Knöppler

Eine stille Revolution der Gefühle: Einsamkeit, Familie und die Macht der Hoffnung

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Über Sehnsucht. Über Entschiedenheit. Über Liebe. Arne hat eine liebevolle Familie, gute Freunde und allen Grund, mit seinem Leben zufrieden zu sein. Und doch ist er in einer tiefen Einsamkeit gefangen. Erst als er die faszinierende Laura kennenlernt, gelingt es ihm, sich aus seinem Schneckenhaus zu befreien. Zum ersten Mal in seinem Leben spürt er echte Nähe. Doch er ahnt nicht, womit Laura zu kämpfen hat. So ist es fast zu spät, als Arne erkennt, dass nicht nur er auf Laura angewiesen ist, sondern auch sie seine Unterstützung braucht. Florian Knöppler erzählt einfühlsam vom Wunsch, Einsamkeit und Traurigkeit hinter sich zu lassen.

Mit dem ersten Licht ist das zweite Buch von Florian Knöppler welches ich lese. Ich bewegte mich also wieder nach Norddeutschland auf einen Hof direkt an der Nordsee. Man lernt die Familie von Arne kennen, die auf dem Hof lebt. Und im ersten Moment erscheint es eine ganz normale Familie zu sein. Und ein ganz normaler Junge namens Arne.


Im zweiten Blick merkt man relativ schnell, dass Arne viel über sich nachdenkt und er fühlt sich wirklich unverstanden. Er beneidet seine Eltern um ihre harmonische Ehe oder seine Schwester Sina, die anscheinend immer gut drauf ist. Sein Vater ist neben dem Hof noch ein erfolgreicher Arzt und bekommt auch alles immer gut mit. Nur seine Mutter ist anders. Sie vergräbt sich immer mehr im Bett und kümmert sich nur mehr schlecht als recht um den Hof und die Kinder.


In der Schule und im Fußballverein ist er kein Einzelgänger. Er hat seinen besten Freund Georg, der ihn immer wieder mitnimmt und der ihn einfach so nimmt wie er ist. Aber irgendwie sehnt sich Arne nach dem Gegenpart, der ihn einfach versteht. Dies ändert sich dann, als nach den Ferien Laura in die Klasse kommt. Er freundet sich immer mehr mit ihr an, und irgendwie gehen sie beide miteinander, machen es aber nie offiziell. Auf einmal klappt alles besser beim Fußball, in der Schule alles fühlt sich gut an.


Bis auf einmal Laura einfach nicht mehr in die Schule kommt und sich zuhause verleugnen lässt oder einfach nicht da ist. Als sie nach längerer Krankheit wieder da ist, hat man das Gefühl alles fängt wieder von vorne an. Laura lässt ihn auch nicht an ihrem Leben teilhaben. Obwohl sie befreundet sind ist da etwas, was sie vor ihm immer wieder verschließt und schützt. Als sie sich dann näherkommen, also er sie einfach nur auf die Stirn küsst, da haut sie auf einmal vor ihm ab, obwohl es sich als Leser nicht falsch angefühlt hat.


Sie meldet sich nicht mehr und irgendwie geht es immer so weiter. Man merkt, dass da noch etwas ist, was Laura hemmt, aber gleichzeitig wird auch der Zustand von Arnes Mutter immer bedenklicher. Sie schließt sich immer mehr ein. Bekommt auch das mit den Kindern nicht mehr hin, genauso wie die Beziehung zwischen ihr und Arnes Vater immer mehr auseinanderdriftet.


Es ist mehr oder weniger immer so eine On/Off Beziehung zwischen den Arne und Laura, wobei man das Gefühl hat, dass beide sich schon zueinander hingezogen fühlen. Wie es dann endet und wie es dazu kommt, ist an manchen Stellen schwierig zu ertragen.


Für mich war es teilweise schwierig auszuhalten, denn man merkt, dass da einige Personen sind, die psychische Probleme haben und sie nicht richtig verarbeiten, und wie man sich gerade deswegen oft selbst im Weg steht.


Es kommt auch vor, dass sich da ein Mädchen das Leben nimmt, welches eigentlich total lebenslustig scheint. In der Zeit, wo ich laufend am Lachen war, waren meine inneren Gedanken auch nicht das, was man außen gesehen hat. Mittlerweile bin ich wesentlich ruhiger und nachdenklicher, aber auch viel zufriedener.


Diese On/Off Beziehung zwischen den beiden ist meiner Meinung nach der Tatsache geschuldet, dass sie sich selbst noch nicht gefunden haben. Das ganze Buch ist auf der einen Seite wie ein wunderschöner Sonnenaufgang oder Untergang auf der anderen Seite so herzzerreißend, dass man wirklich dasitzt und Angst hat unterzugehen. Immer wieder ändert sich auch die Stimmung in dem Buch, nicht nur, wenn sie in Italien, Bonn oder zuhause sind. Man nimmt es einfach auf, es ist so viel Liebe und Leid auf den knapp 230 Seiten.
Dazu eine Sprache, die einen immer wieder mitreißt, die einen fordert, aber auch nicht mehr loslässt. Dies ging mir schon bei „Südfall“ so und hat mich jetzt noch mehr vereinnahmt, vielleicht, weil ich vieles in dem Buch selbst kenne, die Zweifel aber auch die Wärme. dieses „sag ich nun was oder überspiele ich das alles?“.


Es ist ein Buch, was einen nicht mehr loslässt. Es ist Literatur ohne die Schwere, die deutscher Literatur oft anhaftet. Ich für meinen Teil bin glücklich, Florian Knöppler für mich entdeckt zu haben. Wie wäre es, wenn sie ihn auch mal kennenlernen?

Mit dem ersten Licht

Titel: Mit dem ersten Licht

Autor/In: Knöppler, Florian
Verlag: Pendragon Verlag
ISBN: 978-3-86532-925-7
Preis: 24,00 €
Erscheinungsdatum: 18. Februar 2026

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Eine stille Revolution der Gefühle: Einsamkeit, Familie und die Macht der Hoffnung

Mit dem ersten Licht ist das zweite Buch von Florian Knöppler welches ich lese. Ich bewegte mich also wieder nach Norddeutschland auf einen Hof direkt an der Nordsee. Man lernt die Familie von Arne kennen, die auf dem Hof lebt. Und im ersten Moment erscheint es eine ganz normale Familie zu sein. Und ein ganz normaler Junge namens Arne.

URL: https://literaturlounge.eu/?p=32732

Autor: LiteraturLounge

Name: Mit dem ersten Licht

Autor: Florian Knöppler

ISBN: 978-3-86532-925-7

Veröffentlichungsdatum: 2026-02-18

Format: https://schema.org/Hardcover

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