Quartett

[Rezension] Quartett – Natasha Korsakova

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Der Fall Lorenzo Verro – Ein Krimi über Eifersucht und Geheimnisse

Rom, Frühjahr 2025. Nach dem gefeierten Konzert endet der Abend für den ersten Geiger des berühmten »Arcimboldo«-Quartetts tödlich: Lorenzo Verro wird in einer Seitengasse in Trastevere erstochen aufgefunden. Für Commissario Di Bernardo beginnt ein verzwickter Fall, der ihn erneut in die widersprüchliche Welt der klassischen Musik führt – und in die Schatten dahinter.


Zwischen den verletzten Egos, Rivalitäten und verschwiegenen Affären stößt der Commissario auf ein Geflecht aus Lügen, das bis in die feinsten Strukturen des Quartetts reicht. Doch ist der Täter wirklich unter den verbliebenen Musikern zu suchen? Und wenn angeblich niemand von ihnen ein Motiv besaß, weshalb verschweigt dann jeder etwas?


Als Di Bernardo glaubt, endlich ein Muster zu erkennen, ist der Täter ihm einen Schritt voraus: ein zweiter Mord bricht das fragile Gerüst. Alles driftet wieder auseinander – wie ein Quartett, das seinen Halt verliert.

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Vor der Kulisse des vielschichtigen Rom entdeckt Di Bernardo allmählich Abgründe, die weit über die Bühne hinausreichen. Und je weiter er den Geheimnissen auf die Spur kommt, desto erschütternder wird die Wahrheit.

Als mich Natasha anschrieb wegen ihres neuen Krimis, war ich etwas irritiert, habe ich mal wieder etwas nicht mitbekommen? Und ja, Natasha hat einen neuen Di Bernardo geschrieben. Und wie es sich für einen vierten Band gehört, heißt er Quartett.

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Man lernt dabei das berühmte „Arcimboldo“ Quartett kennen. Es hat gerade einen richtig guten Auftritt gehabt und ist im Stammlokal, einem Wohnzimmerrestaurant in Rom, eingekehrt. Die erste Geige Lorenzo Verro geht mal kurz eine rauchen und kommt nie wieder, da er in einem Durchgang tot aufgefunden wird. Er ist niedergestochen worden, wie sich schnell herausstellt, ohne Gegenwehr.


Alle anderen des Quartetts haben ein Alibi, auch der Klarinettist, der das Quartett begleitet, und der mit der Bratschistin wohl eine sexuelle Beziehung führt. Zumindest kommen die beiden etwas später an als die anderen.


Di Bernardo schart also wieder sein Team um sich. Auch Del Pino, der eigentlich nicht mehr zu seinem Team gehört, zieht mehr oder weniger wieder bei Di Bernardo ein, da dieser sich ja auch sehr gut mit seinem Sohn versteht. Es wird also wieder viel gegessen, irgendwie erinnert mich Del Pino an mich früher, immer am Essen, aber nicht am Zunehmen.


Neu zum Team stößt Giulia, die versetzt wurde, aber ein Geheimnis mit sich trägt. Sie kennt sich sehr gut in der Musikszene aus und ist auch ein „Fangirl“ des Klarinettisten, wobei dieser mir irgendwie schmierig rüberkommt.


Anders ist es bei den anderen Musikern, wo jeder verschieden ist. Da gibt es den Unordentlichen oder, wie den toten Lorenzo Verro, den klinisch Reinen. Bei Lorenzo wird auch entdeckt, dass er Narben auf dem Rücken hat und auch einen nicht richtig verheilten Rippenbruch.
Lorenzo Verro hat aber noch andere Geheimnisse, wie ein Verhältnis zu der Frau des Hausmeisters. Der eventuelle Nachfolger von Borghese, dem Vorgesetzten von Di Bernardo, ist ein – wie drücke ich mich am besten aus? – na ja, er steht halt weit rechts, und das macht es nicht immer einfach, wenn er auftritt. Aber wie dieser dann ein Kind verhört, da will man am liebsten reinstürmen und ihn ein wenig schütteln.


Bei dem Quartett hat man immer wieder das Gefühl, die ersten Mitglieder kennen sich schon sehr lange, was das Zusammenspiel zwischen ihnen so besonders macht. Es ist so, dass man bei einem Kammerkonzert ja keinen Dirigenten dabei hat und man sich auf seinen Mitspieler verlassen muss. Je besser man sein Gegenüber kennt, umso besser kann man auf den anderen eingehen.


Bei einem Sinfonieorchester ist es ja auch immer so, dass es nicht immer auf den Solisten ankommt, sondern auf das Miteinander. Bei einem Quartett kommt es noch mehr auf die einzelnen Teile an. Bei Kammerkonzerten kommt es nicht alleine darauf an, wie gut die Musiker sind, sondern wie gut sie zusammen harmonieren. Ich erlebe immer wieder, wie wichtig manchmal eine gut gesetzte Triangel in einem Konzert ist. Man denkt ja immer, die ist sicher nicht so wichtig, aber so ein kleines Instrument kann so wichtig sein.


Und dies ist genau das, was die Krimis von Natasha Korsakova ausmachen: die Kleinigkeiten, die einen einsaugen. Es ist, wie wenn man eine leere Saite spielt, auch dies muss man können. Sie schlägt mit den Worten sanft zu, so dass es einen fesselt und nicht loslässt.


Wenn man klassische Musik mag, lernt man Neues über Komponisten oder Besonderheiten in der Musikwelt. Trotzdem vergisst sie nicht die Abgründe der Menschen und kann diese einem ruhig und umso eindringlicher näher bringen. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie es weiter geht mit Di Bernardo und seinem Team. Ich habe da schon so eine Idee, ich weiß nur nicht, wie Di Bernardo mit dieser Idee umgeht. Mich hat der Mörder und das Warum doch ein wenig überrascht, und es zeigt eine Weiterentwicklung von Natasha Korsakova und Di Bernardo.

Quartett

Titel: Quartett

Autor/In: Korsakova, Natasha
Verlag: SEPTIME
ISBN: 978-3-99120-079-6
Preis: 25,00 €
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026

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Der Fall Lorenzo Verro – Ein Krimi über Eifersucht und Geheimnisse

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URL: https://literaturlounge.eu/?p=33744

Autor: LiteraturLounge

Name: Quartett

Autor: Natasha Korsakova

ISBN: 978-3-99120-079-6

Veröffentlichungsdatum: 2026-05-15

Format: https://schema.org/Hardcover

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