Buchkritik

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    [Rezension] Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht – Marie Graßhoff

    Weder Kitsch noch Herzschmerz: Eine erfrischend düstere Antwort auf den Young-Adult-Trend.

    Klappentext: Tycho ist als Nachfahrin alter Götter übermenschlich stark. Besonders, wenn sie Alkohol trinkt. Nicht schlecht, um sich als Barkeeperin in New York gegen zwielichtige Typen zu behaupten. Doch auch nicht ohne Schattenseiten. Damit niemand jemals hinter ihr Geheimnis kommt, muss sie selbst ihren besten Freund Logan auf Abstand halten. Dann taucht auf einmal die…

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    [Rezension] Gefährlicher Rausch – Katrin Rodeit

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    [Rezension] Heldenfabrik – Christian v. Ditfurth

    Blutspur durch Deutschland: Eugen de Bodt auf der Jagd nach einem mysteriösen Mörder

    Heldenfabrik

    Klappentext: Die Täter hinterlassen nichts außer den Kugeln ihrer Maschinenpistolen in den Leichen ihrer Opfer. Und einem Gedicht über den Read more

    [Rezension] Kleine Cowboys ganz gross – The BossHoss

    Träume leben mit Boss und Hoss

    Kleine Cowboys ganz groß

    Klappentext: Boss und Hoss wissen ganz genau, was sie einmal werden wollen, wenn sie groß sind: Cowboys natürlich! Doch auf Read more

    [Rezension] Vaters unbekanntes Land – Bernhard Stäber

    Von der griechischen Mythologie zu den Sami: Ein spannender Roman

    Vaters unbekanntes Land

    Klappentext: Nachdem der Psychologe Arne Eriksen nur knapp einem Mordanschlag entgangen ist, sucht er die Abgeschiedenheit Norwegens, um sein Leben Read more

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    [Rezension] Oststolz – Alexander Prinz

    Ein schonungsloser Blick auf Ostdeutschland zwischen Identität, Klischees und neuer Selbstfindung

    Klappentext: Appell eines Nachwendekinds | Der dunkle Parabelritter, Autor des SPIEGEL-Bestsellers “Du kannst sie nicht alle töten” Die Wende hat ihre eigenen Kinder – doch wer erzählt ihre Geschichte? YouTube-Star und SPIEGEL-Bestsellerautor Alexander Prinz („Du kannst sie nicht alle töten“), selbst aufgewachsen nach der Wiedervereinigung im ländlichen Sachsen-Anhalt, gibt seiner Generation nun eine kraftvolle Stimme….

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    [Rezension] Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin – Tanja Kinkel

    Zwei starke Frauen im Kampf um Macht und Einfluss im Asien des 15. Jahrhunderts

    Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin

    Klappentext: Asien im 15. Jahrhundert: In einer Zeit der Männer greifen zwei Frauen nach der Macht. Die Geschichte Chinas und Read more

    [Rezension] Nachbarn – Madeleine Prahs

    Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Eine Erzählung über das Leben

    Nachbarn

    Klappentext: »Ein berührendes Stück deutscher Gegenwartsliteratur.« Peter Henning Als Kind flieht Anne Liebert kurz vor dem Mauerfall in den Westen. Read more

    [Rezension] Gefährlicher Rausch – Katrin Rodeit

    Jule Flemming auf der Spur eines gefährlichen Rätsels

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  • LITL742 [Podcast] „Ein gutes Mädchen“ – Wenn ein Anruf alles verändert: Emma Rowleys fesselnder Domestic-Noir-Thriller

    In dieser Episode rezensiere ich das fesselnde Buch „Ein gutes Mädchen“ von Emma Rowley, das den Leser in die düstere und raffinierte Welt des Domestic Noir einführt. Der Klappentext stellt die zentrale Frage: Was geschah mit Sophie Harlow? Zwei Jahre sind vergangen, seitdem die 16-jährige Sophie spurlos verschwunden ist und ihre Mutter, Kate Harlow, unermüdlich nach Antworten sucht. Die Polizei entließ den Fall schnell als Ausreißerin, basierend auf einer Notiz von Sophie, doch Kate kann sich einfach nicht vorstellen, dass ihre Tochter aus freiem Willen weggelaufen ist.

    Die emotionale Achterbahnfahrt beginnt, als Kate für eine Hotline für Ausreißer arbeitet und eines Nachts einen alarmierenden Anruf erhält. Eine Stimme, die sie eindeutig als die ihrer Tochter identifiziert, sagt: „Ich war nie weg“. Dies ruft in Kate einen Sturm von Fragen hervor und sie durchforstet erneut alle Unterlagen, kontaktiert Sophies Freunde und entdeckt ein Geheimnis, das das Verschwinden ihrer Tochter und die Fassade ihrer idyllischen Kleinstadt fundamental in Frage stellt.

    Während ich das Buch las, wurde ich von den realistischen Emotionen und der inneren Zerrissenheit der Protagonistin gepackt. Ich konnte nicht anders, als meine eigenen Reaktionen auf eine ähnliche Situation zu reflektieren. Wie hätte ich mich gefühlt, hätte ich einen Anruf von meiner vermissten Tochter erhalten? Ich stellte mir vor, was passiert wäre, wenn über die Jahre Postkarten mit Bildern aus verschiedenen Ländern angekommen wären, die jedoch immer aus London abgeschickt wurden. Solche Gedanken zogen sich durch meinen Kopf und verstärkten das Gefühl der Unruhe, das das Buch erzeugte.

    Der Thriller ist fast durchgehend aus Kats Perspektive erzählt, was den Leser tief in ihre Verzweiflung eintauchen lässt. Im zweiten Teil des Buches wechselt die Erzählung zwischen der Sicht von Kate und Sophie, wodurch die Geschichte eine zusätzliche Dimension erhält. Kate bleibt jedoch die zentrale Figur, deren Suche nach ihrer Tochter von nahezu unerträglicher emotionaler Belastung geprägt ist. Ihr Kampf wird noch verstärkt durch das Missverständnis ihrer Umgebung – ihre Ehe bricht auseinander, ihre Schwester befürchtet um Kates geistige Gesundheit, und der Umgang mit dem zuständigen Polizisten lässt ebenfalls zu wünschen übrig.

    Emma Rowley gelingt es meisterhaft, den Leser zu fesseln. Die packende Handlung, die unverhofften Wendungen und die gut ausgearbeiteten Charaktere machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ich fühlte mich permanent in den Bann gezogen, bis hin zu einer unmittelbaren Besessenheit, weiterzulesen. Der Thriller enthält keine blutigen Szenen, sondern beschäftigt sich auf psychologische Weise mit der Thematik und trifft dabei genau den Nerv des Genres. „Ein gutes Mädchen“ hat mich emotional berührt und lässt mich gespannt auf weitere Werke von Rowley hoffen – auch wenn ich mir damit vielleicht wieder eine schlaflose Nacht aufbürde. Das Buch, erschienen im Jahr 2020, kann jederzeit als E-Book für 6,99 Euro bei jeder gut sortierten Buchhandlung bestellt werden.

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  • LITL737 [Podcast] Literaturlounge: Will Hill – After the Fire – Mehr als nur ein Jugendbuch

    In dieser Episode widme ich mich der Rezension von „After the Fire“, einem packenden Buch von Will Hill. Die Geschichte beginnt mit der 17-jährigen Moonbeam, die schwer verletzt in einem Krankenhaus liegt und sich einem Psychologen und einem FBI-Agenten gegenübersieht. Als eine der wenigen Überlebenden eines verheerenden Brandes auf der Farm der Legion Gottes wird sie aufgefordert, ihre traumatischen Erlebnisse zu schildern. Während sie über das Leben auf der Farm berichtet, offenbart sie die erschütternden Umstände, die zu der Katastrophe führten, und das Pochen auf ihre innere Wahrheit.

    Das Leben in der Legion Gottes, die von dem charismatischen Führer Father John geleitet wird, wird intensiv beleuchtet. Moonbeam, als Hauptfigur, gibt einen persönlichen Einblick in den strengen Umgang des Anführers und die Manipulation der Bewohner, die ihr gesamtes Leben geprägt haben. Die Erzählung balanciert geschickt zwischen den Geschehnissen vor und nach dem Feuer, was die Leser sowohl emotional als auch psychologisch mitreißt. Moonbeam, die in einem von Angst und Kontrolle geprägten Umfeld aufgewachsen ist, muss sich mit den Folgen der religiösen Indoktrination auseinandersetzen.

    Im Verlauf der Episode erkunde ich die Themen von Hass, Manipulation und die Spirale der Gewalt, die in der Geschichte deutlich werden. Die Schilderungen der Misshandlungen innerhalb der Sekte sind erschreckend, und ich reflektiere, wie diese Dynamik von Hill meisterhaft aufbereitet wird, um die Leser in die Abgründe menschlicher Beziehungen und Machtstrukturen zu ziehen. Die beeindruckende Charakterentwicklung von Moonbeam zeigt, wie schwer es sein kann, sich von einer toxischen Umgebung zu lösen, und wie wichtig es ist, sich der eigenen Realität zu stellen, um nicht zu zerbrechen.

    Mit einem klaren Fokus auf die kontrastierende Welt der gewaltsamen Sekte und der dort herrschenden Unterdrückung, vermittle ich, wie die Geschichte auch als kritisches Lehrwerk dienen kann. Es zeigt, dass, trotz der unübersehbaren Dunkelheit, Hoffnung und der Wille, die eigene Stimme zu erheben, für Moonbeam essenziell sind. Schließlich biete ich einen persönlichen Ausblick und die Idee, das Buch in Schulen zu verwenden, um Jugendlichen den Unterschied zwischen einer Kirche und einer Sekte näherzubringen.

    Ich schließe meine Rezension mit einem Dank an den Autor für seinen eindringlichen Schreibstil und der soliden Übersetzung, die das Werk umso zugänglicher macht. „After the Fire“ ist nicht nur eine fesselnde Geschichte, sondern auch ein wichtiges Werk, das zum Nachdenken anregt und das Bewusstsein für religiöse Manipulation schärft. Das Buch ist im Jahr 2020 erschienen und kann in jeder Buchhandlung für 10,95 Euro erworben werden.

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